Donnerstag, 22. Oktober 2020
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    Start Politik & Gesellschaft Alstertaler Wahlnachlese: Auch die CDU muss heftige Verluste verkraften

    Alstertaler Wahlnachlese: Auch die CDU muss heftige Verluste verkraften

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    Hamburgs CDU-Spitze Heintze/Weinberg: Gute Bezirkspolitik wurde vom Bundestrend überlagert – für die Bürgerschaftswahl ist alles offen

    Auch die Hamburger CDU musste herbe Verluste bei den Bezirkswahlen in hinnehmen. Hier die Ergebnisse aus dem Alstertal. Roland Heintze kommentiert die Zahlen wie folgt: “Unsere Wahlergebnisse zu den Bezirksversammlungen in Hamburg sind enttäuschend. Sie entsprechen ungefähr den Europaergebnissen. Der negative Trend aus dem Bund war zu stark und hat die gute kommunalpolitische Arbeit der CDU in den sieben Bezirken in den Schatten gestellt. Die Bundespartei muss ihre Themensetzung überprüfen und Positionen klarer vermitteln. Die politischen Kräfteverhältnisse in Hamburg haben sich heute grundlegend geändert. Die SPD hat ihre dominante Stellung verloren. Die Karten für Koalitionen in den sieben Bezirken sind neu gemischt.”

    Besonders bitter für Heintze: Neben den Wahlverlusten in den Bezirken muss er ebenfalls seinen verpassten Einzug ins Europäische Parlament verschmerzen.

    Auch Hamburgs Bundestagsabgeordneter Marcus Weinberg und CDU- Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl 2020 bewertet das CDU-Ergebnis als enttäuschend: “Das Ergebnis ist eine schmerzliche Niederlage für uns, aber trotz der Verluste bleibt der Auftrag zur Mitgestaltung in den Bezirken. Die CDU steht dabei für eine stärkere Verantwortung der Bezirksversammlungen. Diese sind für uns mehr als nur Erfüllungsgehilfen des Senates und der Fachbehörden.”

    Das Wahlergebnis sei auch ein Fingerzeig Richtung Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr, so Weinberg.  Dessen Chancen, am 23. Februar 2020 zum Ersten Bürgermeister gewählt zu werden, sind mit den aktuellen Ergebnissen deutlich gesunken.

    Dagegen rückt näher, was bereits seit Monaten unter politischen Beobachtern der Stadt kurisiert: Ein grüne Bürgermeisterin. Sollte das Ergebnis der GRÜNEN in Hamburg stabil bleiben, was von manchem lediglich als “Hype” bewertet wird, also ein Ergebnis extremer Volatilität im Wahlverhalten, das schnell wieder abschmelzen kann, wäre Hamburg nach Baden-Würtemberg das zweite Land mit einer grün-geführten Landesregierung.

    Foto: Roland Heintze, CDU, verpasste den Einzug ins Europa-Parlament

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