Freitag, 23. Oktober 2020
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    Im Alter Geld sparen!

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    Am 31. Juli ist mal wieder die persönliche Steuererklärung fällig. Aber Achtung: Weil ein Teil der Rente steuerfrei ist, können Senioren bares Geld sparen!

    Eine Steuererklärung zu schreiben, kann sehr kompliziert sein. Wer denkt, seine monatlichen Einkünfte einfach mit zwölf multiplizieren zu können, um zu erfahren, ob eine Steuerpflichtigkeit vorliegt oder nicht, liegt damit nicht nur falsch – er oder sie läuft auch Gefahr, leichtfertig Geld aus der Hand zu geben.

    Grund dafür ist die Tatsache, dass ein Teil der Rente steuerfrei ist! Wie hoch dieser ausfällt, hängt wiederrum mit dem Jahr des Renteneintritts zusammen. So wird Rentnern, die bereits vor dem Jahr 2006 in den Ruhestand gegangen sind, beispielsweise ein steuerfreier Rentenanteil in Höhe von 50 Prozent zugesprochen.

    Der Prozentsatz singt mit jedem Neurentnerjahrgang

    Weil der Prozentsatz mit jedem Neurentnerjahrgang sinkt, bekommen Senioren, die im Jahr 2018 in Rente gegangen sind, folglich nur noch 24 Prozent der Bruttorente angerechnet.

    Diese Rechnung hat konkret zur Folge, dass eine monatliche Rente von 1.000 Euro nicht zwangsläufig über dem Steuerfreibetrag liegen muss. Wer also beispielsweise vor 2006 in Rente gegangen ist, liegt mit einer jährlichen Rente von 12.000 Euro abzüglich der 50 Prozent lediglich bei 6.000 Euro, die demnach nicht zu versteuern sind.

    Selbst Neurentner aus dem Jahr 2018 sparen so noch jährlich 2.880 Euro. Bares Geld, mit dem sich bereits ein schöner Urlaub finanzieren lässt!

    Viele Kosten lassen sich von der Steuer absetzen

    Wer nun an dem Punkt steht, eine Steuererklärung zu schreiben, sollte sich vorab noch einmal darüber informieren, welche Kosten sich vom Bruttorentenbetrag absetzen lassen.

    Wer beispielsweise beantragt, die fälligen Werbungskosten steuerlich absetzen zu lassen, wozu unter anderem Rentenberatungskosten und Gewerkschaftsbeiträge zählen, kann einen jährlichen Pauschalbetrag von 102 Euro sparen.

    Dies gilt auch für die Bereiche Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und haushaltsnahe Dienstleistungen. So können Ausgaben für Krankenhausaufenthalte, Hörgeräte oder andere medizinische Hilfsmittel bei Vorlage eines ärztlichen Attests ebenso gut von der Steuer abgesetzt werden wie Dienstleistungen rund um den Haushalt oder die Gartenpflege.

    Auch hier ist allerdings Aufmerksamkeit gefragt: Um die Arbeitsleistung der Dienstleister (keine Materialkosten) steuerlich absetzen zu können, muss eine Rechnung vorgelegt werden, die per Überweisung beglichen wurde. Barzahlungen werden nicht anerkannt.

     


     

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