Donnerstag, 22. Oktober 2020
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    Fluglärm: Offener Brief an Tschentscher

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    Bei der aktuellen Hitze ist es kaum möglich, sich durch Schließen des Fensters vor Fluglärm zu schützen. Deshalb fällt der vermehrte Fluglärm besonders auf. Zwei Umweltschutzvereine beschweren sich in einem Brief an den Bürgermeister.

    So sagt Margarete Hartl-Sorkin, 1. Vorsitzende der BIG-Fluglärm Hamburg, in dem Brief: „Die Spitzenzeiten des aktuellen Flugreisewahnsinns haben sich in die sensiblen Tagesrandzeiten verschoben, in denen die Menschen in Minutentakt massivst von Fluglärm befeuert werden. Grund dafür ist eine fehlerhafte Slotvergabe, für die der Senat verantwortlich ist. Weiterer Grund ist das fehlerhafte Lärmkontingent, das auf einer rechtswidrigen Lärmbevorratung basiert, mathematisch zwar korrekt, aber technisch weder realisierbar noch Umweltbelange berücksichtigend. Hier ist dringend Korrekturbedarf.“
    Auch Gebhard Kraft, 1. Vorsitzender der Notgemeinschaft der Flughafenanlieger Hamburg, fordert schnelles Handeln: „Der Luftverkehr hat sich seit 1978 verdoppelt und muss entsprechend halbiert werden, um den beschlossenen Klimaschutzzielen des Bundes zu entsprechen. Das Klimaproblem wird nicht ernst genommen, der Senat lehnt eine CO2-Steuer ab, die Gelder, die die Stadt für die Luftreinhaltung erhalten hat, werden nicht für simple Ultrafeinstaub-Messungen eingesetzt. Der Senat schafft es nicht, die seit Monaten anliegende Überarbeitung des Lärmaktionsplans zu erledigen. Von der rot-grünen Koalitionsregierung wird deutlich mehr erwartet.“

    Beide seit Jahrzehnten in Hamburg aktive Umweltschutzvereine sehen heute die Politik verstärkt gefordert, rasch und effizient zu handeln, um den weiter um sich greifenden Auswirkungen des überbordenden Luftverkehrs wie Lärm, vergiftete Luft, CO2- Klimabelastung, ungezügelter Massentourismus durch falsche Preispolitik reduzierend entgegen zu wirken.

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