Montag, 26. Oktober 2020
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    Mascha Kaléko in Duvenstedt

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    Der Duvenstedter Salon startet mit der Lebensreise der Dichterin – präsentiert von der Bergstedter Schauspielerin Dorit Meyer-Gastell – in die neue Saison. Titel: „Mascha Kaléko…ich laß mich nicht zähmen.“

    Mascha Kaléko – der Name der 1907 in Westgalizien/Polen geborenen jüdischen
    Dichterin taucht erstmals um 1930 in Berlin auf. Mit „Alltagsgeschichten“ erobert sie
    schnell die Herzen der Menschen. Die Spannung Ihrer Gedichte liegt in der
    Vereinigung von Lyrik und Spott, von Gefühl und Ironie. In ihnen begegnen sich der
    vorschnelle Berliner Witz und die Trauer der jüdischen Weisheit.
    Die rechtsextremen Nazis setzten 1938 Maschas Gedichte auf die „Liste des
    schädlichen und unerwünschten Schrifttums.“ Sie floh mit ihrem zweiten Mann und
    dem gemeinsamen Kind nach Amerika. Doch noch härter als die Emigration in die USA
    wirkte 1966 die „Heimkehr ins Land der Väter“ nach Israel und setzte die Dichterin
    der gnadenlosen Isolierung aus. Als dann ihr erwachsener Sohn und später auch ihr
    Mann sterben, reist sie noch einmal nach Europa. Auf dem Rückweg erkrankt sie und
    stirbt 1975 in Zürich.
    Dorit Meyer-Gastell, die nun zum zweiten Male Gast im Duvenstedter Salon ist,
    zeichnet die Lebensreise der „weiblichen Kästner“ und „Großstadtlerche“ – wie
    Mascha von Kritikern liebevoll genannt wird – anhand ihrer Gedichte nach und
    ermöglicht einen Einblick in eine humorvolle – aber auch getriebene und heimatlose
    Dichterseele….
    …. Mit ausdruckstarken Requisiten, liebevoll gestaltetem Bühnenbild und zum Teil
    eigens für dieses Schauspiel komponierter Musik gelingt es ihr sicher und einfühlsam,
    Mascha Kaléko für einen Abend eine Heimat zu geben.
    Regie: Tetiana Sarazhynska

    Wann: Freitag den 6. September um 19 Uhr.
    Wo: Max-Kramp-Haus, Duvenstedter Markt 8.
    Eintritt: 15€ Gäste / 5€ Mitglieder.

    Die Bergstedter Schauspielerin Dorit Meyer-Gastell bietet einen Einblick in die humorvolle, aber auch getriebene und heimatlose Dichterseele von Mascha Kaleko. Foto: Dorit Meyer-Gastell
     

     


     

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