Mittwoch, 28. Oktober 2020
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    Großes Indianer-Ehrenwort

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    Er steht für das Castingshow-Phänom überhaupt. 2003 startete mit dem Sieg bei Deutschland-Sucht-Den-Superstar für Alexander Klaws die ganze große Karriere im Show-Business. Als Winnetou wird er bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg in diesem Jahr verehrt und bricht damit Rekordzahlen. Wir haben den Superstar aus Poppenbüttel getroffen, um mit ihm über seine größten und kleinsten Erfolge zu sprechen.

     Nach der Rolle des Old Surehands spielst du in diesem Jahr den berühmten Indianderhäuptling Winnetou, vor dir hatte noch kein Schauspieler diese „Doppelbesetzung“. Die Besucherzahlen brechen Rekorde, ihr habt in dieser Saison die magische 400.000 geknackt. Hast du mit diesem Erfolg gerechnet?

    Es ist unglaublich, ich habe damit nicht gerechnet, aber es natürlich erhofft. Winnetou ist „der Heilige“ am Kalkberg, eine der größten Rollen, die man in Deutschland überhaupt spielen kann. Dass ich diese beiden Charaktere in den verschiedenen Jahren spielen durfte, ist etwas ganz Besonderes, für mich ein absoluter Glücksfall, den ich so nicht planen konnte und der tatsächlich aus einer Laune heraus entstanden ist, als ich den Vorschlag nur einmal so beim Bierchen in den Raum warf. Im kommenden Jahr werde ich wieder den Winnetou verkörpern. Dass ich dann ein zweites Mal diese Rolle übernehmen darf, ist eine unglaubliche Ehre.

    Siehst du denn Paralellen zwischen dir und Winnetou?
    Ich lasse viel von meiner Persönlichkeit mit in die Rolle einfließen, ich spiele meinen ganz eigenen Häuptling. Ich bin auch ein Kämpfer und auch sehr harmoniebedürftig. Während Winnetou allerdings erst einmal beobachtend einen Schritt zurück geht, fahre ich schneller sehr temperamentvoll aus der Haut. Wir haben viele Übereinstimmungen, als Schauspieler vermische ich meine Person auch immer mit dem Charakter, in den ich schlüpfe.

    In Bezug auf kulturelle Aneignungen wurde in diesem Jahr viel die ethnologische Diskussion geführt, ob Kinder beim Fasching zukünftig noch als Cowboy & Indiander verkleidet werden sollten. 
    Das war DAS Thema dieses Jahr. Ich finde es auch besonders schwierig, Kinder in solche Diskussionen mit hineinzuziehen, Kinder denken sich nichts dabei und finden ein Kostüm entweder gut oder eben nicht, ganz ohne Hintergrund. Selbst Indianerstämme mögen unsere Aufführungen, letztendlich sind die Festspiele aus einer Fantasie in Karl Mays Kopf entstanden, basierend auf einem Märchen, in dem am Ende immer das Gute siegt. Meinem Kleinen aber irgendwann einmal zu erklären, dass er sich nicht als Indiader verkleiden dürfe, halte ich für Irrsinn.

    Als was hast du dich denn immer gerne verkleidet?
    Tatsächlich auch als Cowboy und Indiander, ich war immer ein Freigeist.

    Wie sehen denn deine Pläne für die kommende Zeit aus?
    Ich habe unglaublich viel Musical gespielt in den vergangenen Jahren, von daher bin ich da gerade ein Bisschen satt. Wenn ich etwas mache, dann zu 100%, von daher möchte ich meinen eigenen Ansprüchen auch genügen. Es kribbelt in meinen Fingern, wenn es um Musik geht, ich kann also versprechen, dass es wieder neue Songs von mir geben wird. In diesem Bereich möchte ich wieder angreifen!

    Rückblickend betrachte was ist so ein Punkt in deiner Karriere, den du anders angehen würdest?
    Grundsätzlich bin ich echt glücklich mit dem Leben, das ich führen darf. Die Teilnahme 2004 bei „World Idol“, das war das DSDS auf internationaler Ebene, würde ich heute anders bestreiten. Ich war jung, hatte zu der Zeit unglaublich viel um die Ohren, mit so einem Projekt würde ich zum heutigen Zeitpunkt einfach anders umgehen.

    Foto: Conny Wenk


     

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