Donnerstag, 22. Oktober 2020
Mehr
    Start People Engagiert für Hamburgs Gesundheit

    Engagiert für Hamburgs Gesundheit

    -

    Der neu gegründete Verein „care4hamburg“ setzt sich ehrenamtlicher Basis für das Wohlergehen der Hamburger Bürger ein. Mit dabei ist auch ein Alstertaler.

    Die Deutschen werden immer älter. Was erst einmal erfreulich klingt, birgt auf den zweiten Blick eine Reihe von Herausforderungen, die früher oder später eine entscheidende Rolle spielen werden.

    Für Laborarzt Prof. Dr. med. Kai Gutensohn ist klar: Je älter und somit krankheitsanfälliger unsere Gesellschaft wird, desto wichtiger wird der Vorsatz, gewisse Krankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen oder sie in ihrer Entwicklung einzudämmen. In der Medizin ist dann die Rede von der Primär- und Sekundär-Prävention.

    Prävention im öffentlich Umgang nur  Schwach positioniert

    Schon jetzt, so Gutensohn, sei allerdings zu erkennen, dass die Prävention von Krankheiten im öffentlichen Umgang nur sehr schwach positioniert sei. „Stattdessen setzt sich das Überangebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, beispielsweise in Zeitungen, fast ausschließlich mit Krankheiten auseinander, die bereits eingetroffen sind:“

    Für Gutensohn stand deshalb fest, dass er diesem Trend wird entgegenwirken müssen und so rief er gemeinsam mit Freunden im Januar 2018 den gemeinnützigen Verein „care4hamburg“ ins Leben.

    Ziel der Gruppe, die neben Medizinern wie Gutensohn auch aus Engagierten ohne medizinischen Hintergrund wie dem Lemsahler Ulf Ahrens besteht, liegt darin, wichtige Themen so zu vermitteln, dass auch der Laie etwas davon mitnimmt – und Krankheiten so präventiv vorgebeugt werden.

    Agieren, bevor etwas passiert

    Geschehen soll dies in Form spezieller Informationstage, auf denen renommierte Hamburger Referenten über die verschiedensten Krankheitsbilder aufklären. Statt um die Frage, wie man eine neue Hüfte bekommt, soll es dann um Maßnahmen gehen, die eine neue Hüfte erst gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich machen.

    „Wir möchten den Menschen einen Impuls mit auf den Weg geben, über sich nachzudenken“, erklärt Gutensohn im Gespräch mit dem Alstertal-Magazin. Zwar gebe man sich nicht der Illusion hin, die Menschen innerhalb von wenigen Stunden komplett zu überzeugen – die Hoffnung, dass das niedrigschwellige Angebot dennoch den Beginn einer positiven Entwicklung markieren könnte, haben Gutensohn und Ahrens trotzdem.

    Der Lehmsahler Unternehmer verweist dabei auf die Schulklasse seines Sohnes, die sich nach intensiver Beschäftigung mit den Demos von Friday for Future geschlossen dazu entschied, erst einmal kein Fleisch mehr zu essen. Auch in diesem Fall habe der Unterricht lediglich einen Impuls für etwas Größeres gegeben, so Ahrens.

    1. Präventionstag am 25. Oktober

    Ob die Arbeit von „care4hamburg“ tatsächlich das Potenzial für eine ähnliche Dynamik hat, zeigt sich spätestens am 25. Oktober, wenn der Verein zu seinem 1. Präventionstag in das Erikahaus des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) einlädt.

    Während es morgens vor allem um Fragen geht, die die Hamburger Jugend betreffen, etwa wie man Stress und Konflikten innerhalb des Schulalltags begegnet oder Geschlechtskrankheiten vermeidet, dreht sich der Nachmittag um gesundheitlich relevante Fragen und Antworten für erwachsene Hamburger Bürger.

    Die Stichworte hierfür lauten etwa Risikofaktoren für Krebserkrankungen oder Demenzerkrankungen im Alter. Denn egal ob jung oder alt: Die Prävention steht an diesem Tag im Fokus.

    Am 25. Oktober lädt der Verein „care4hamburg“ zu seinem 1. Präventionstag in das Erikahaus des UKE ein. Von 9 bis 13 Uhr wird findet das Programm für Jugendliche statt, von 14 bis 18 Uhr für Erwachsene. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird unter www.care4hamburg.de gebeten. Dort gibt es auch noch weitere Informationen zur Veranstaltung.


     

    Anzeigen-Spezial
    Anzeigen-Spezial

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here

    Anzeigen-Spezial

    Auch interessant

    Auf Entdecker-Tour im Alstertal: Sievert´sche Tongrube

    Der Sommer gestaltet sich in Corona-Zeiten anders als gewohnt. Darum hat der SPD-Abgeordnete Tim Stoberock Ideen zusammengetragen, um die Heimat vor Ort zu erkunden....