Mittwoch, 21. Oktober 2020
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    Kimberley in Paradise

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    Das Phänomen „Reality TV“ ist wild umstritten. Der eine hasst, der andere liebt es. Unsere Redakteurin Kimberley Schulz nahm bereits an drei Dating-Shows im Fernsehen teil und flatterte grade wieder auf der Suche nach der großen Liebe bei „Bachelor in Paradise“ auf RTL über
    die Bildschirme. Mit uns teilt sie ihre Erfahrungen.

    Wo fange ich am besten an… Zugegeben habe ich immer schon gerne Reality-TV gesehen, sei es „GnTm“, „Big Brother“ oder eben auch „Der Bachelor“. Ich saß vorm Fernseher und habe mir gedacht, dass ich das auch erleben möchte. Was ist wahr und wie sind die Leute wirklich, die an so einem Format mitwirken? Mein größter Antrieb ist meine Neugier, mein großes Laster, aber vielleicht auch mein innerer Motor, ist die Tatsache, dass mir sehr schnell langweilig wird, weshalb ich das Abenteuer suche. Ich möchte geflasht werden, denn ich liebe Herzklopfen und die Faszination. Das typische Klischee „TV-Girl“ erfülle ich nicht. Ich bin oft

    [Foto: TVNOW]
    sehr bedacht, behaupte mal nicht ganz so naiv und mag es zwar in der Öffentlichkeit zu stehen, möchte dafür aber nicht alles tun. Nicht, dass jedes Mädchen, das an einem TV-Format teilnimmt, so ist, einige Zuschauer haben aber dennoch ein gewisses Bild im Sinn.
    Warum also nun „Bachelor in Paradise“?
    Nach meiner Teilnahme bei „Der Bachelor“ Anfang 2019 begann ich beim Alstertal Magazin. Abgesehen davon, dass ich dort happy bin, schien ich auch privat glücklich zu sein. Doch wie das Leben manchmal so spielt, ändern sich die Umstände und als ich die Möglichkeit bekam, bei „BIP“ mitzumachen, sah ich es als zweite Chance. Bei „Der Bachelor“ kam ich nicht wirklich zum Zug, zwischen dem Mann und mir passte es nicht und Andere zur Auswahl gab es nun einmal nicht. Nun sollte das anders sein. Im thailändischen Paradies trafen viele männliche und weibliche Singles aufeinander, die sich abwechselnd wöchentlich Rosen übergaben und somit Pärchen bildeten.
    Es war ein kurzes Abenteuer
    Am 12. November war es endlich soweit: In TV-Woche 5 zog ich ins Paradies, meine Vorfreude war riesig. Ich freute mich schon auf alte und neue Gesichter, die ich erst vor Ort kennenlernen würde. Auch wenn man keine Erwartungen haben sollte, hatte ich natürlich Hoffnung, dass es eine tolle Zeit wird und es romantisch werden könnte. Doch wie das Leben halt wieder einmal so spielt: Es kommt immer anders, als man denkt. Die Dating-Wochen vorher hatten bereits ihre Spuren im Paradies hinterlassen: Vereinzelt hatten sich schon Paare gebildet, einige offene Konflikte standen im Raum. Meine Euphorie und all die Energie, die ich unbedingt teilen wollte, fanden keinen Anklang. Statt mich einzumischen, zog ich mich in Bezug auf die Unruhen lieber zurück und mich zwischen Pärchen zu drängen, machte in meinen Augen keinen Sinn. Meiner Meinung nach rückte durch einige Diskussionen, zumindest während meines Aufenthalts dort, der eigentliche Grund unseres Insel-Treffens, nämlich Liebe zu finden, in den Hintergrund. Somit erhielt ich direkt in meiner ersten Nacht der Rosen leider keine Blume und verabschiedete mich nach kürzester Zeit wieder von Thailand und den Paradies-Bewohnern.
    Wer weiß, wozu es gut ist
    Jetzt folgt mein ehrlicher Rückblick. Ob ich traurig war? Unglaublich. Ich war enttäuscht. Da freut man sich lange Zeit auf etwas und dann hat es endlich angefangen – da ist es auch schon wieder vorbei. Ich war machtlos und musste diese Situation einfach so stil- und würdevoll hinnehmen, wie es für mich möglich war. Da nichts Schlimmes im Paradies passiert ist und die Entscheidung aufgrund der Rosenvergabe der Männer nicht in meiner Hand lag, konnte ich die Sendung erhobenen Hauptes verlassen. Bisher habe ich nichts Negatives über meine eigenen Show-Erfahrungen berichten können und habe immer von meinen TV-Abenteuern geschwärmt – was ich auch heute noch mache! Trotzdem gefiel mir teilweise der Umgang untereinander und die Wortwahl einiger Kandidaten nicht, worunter, meinem Empfinden nach, das Niveau der Sendung zu leiden hatte. Während Einige sicherlich ehrlich versucht haben, einander kennenzulernen, haben Andere aus meiner Sicht durch Streits und Beleidigungen die Aufmerksamkeit auf das Falsche gelenkt. Mir ist bewusst, dass so ein Format insbesondere zur Zuschauer-Unterhaltung dient und ich weiß auch, dass die Macht des Schnitts gelegentlich Situationen anders verkaufen kann. Außerdem ist es auch verständlich, dass wöchentlich zwei Stunden Sendezeit nicht mehrere Tage im Paradies 1:1 abbilden und nicht alles gezeigt werden kann. Ich bin trotzdem sehr dankbar darüber, die Chance gehabt zu haben, diese Erfahrungen eigenständig sammeln zu dürfen, denn trotz meines schnellen Endes hatte ich auch bei diesem Projekt wieder viel Spaß und habe großartige Leute wiedergesehen und kennengelernt. Wer weiß, wozu es gut ist, nur kurz über die Bildschirme geflogen zu sein. Bekanntlich sind ja alle guten Dinge vier…                  ks

     


     

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