Mittwoch, 21. Oktober 2020
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    Neue Fischtreppe für die Poppenbütteler Schleuse

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     Freie Bahn für Fische von der Elbe bis zur Alster – die Fischdurchgängigkeit am Wehr Poppenbütteler Schleuse wird ab Mitte Januar 2020 hergestellt. Nach den bereits fertiggestellten Fischtreppen an der Mühlenschleuse, der Rathausschleuse und der Fuhlsbütteler Schleuse wird eine weitere Barriere für Fische auf dem Weg durch die Stadt in die Oberläufe der Alster ausgeräumt.

    Für Fische und Kleinlebewesen stellt die Alster einen wichtigen Wanderweg von der Elbe zum Oberlauf und ihren Nebengewässern dar. Fische benötigen die Lebensräume der verschiedenen Gewässerabschnitte als Laichhabitate, Nahrungsbiotope oder für die Überwinterung. Wehre, Sohlabstürze und Wasserkraftanlagen verhindern diese natürliche Wanderung.

    Umweltsenator Jens Kerstan: „Reisende soll man nicht aufhalten. Endlich bekommen Fische wieder freie Bahn, um von der Elbe in die Alster zu gelangen. Die Poppenbütteler Schleuse ist ein wichtiger Baustein dafür, dass nach Jahrhunderten spätestens ab 2027 erstmals wieder Fische wie Stichlinge, Aale und Meerforellen und später sogar Lachse barrierefrei von der Elbe durch die gesamte Stadt in Alster und bis zu ihrer Quelle in Schleswig-Holstein ziehen können.“

     Nach der Poppenbütteler Schleuse werden noch die Mellingburger Schleuse und die Wohldorfer Schleuse als Fischpässe umgebaut. Ab dann ist für Fische die Passierbarkeit bis in die Oberläufe von Alster und Ammersbek in Schleswig-Holstein möglich.

     Für die Erneuerung der Poppenbütteler Schleuse hat das Bezirksamt Wandsbek den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) beauftragt. Das Geld für die Herstellung der Fischtreppe in Höhe von Millionen 1,8 Euro stellt die Umweltbehörde bereit. Für die nötige Grundinstandsetzung des Wehrbauwerks stehen weitere 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

    Hintergrund

    Um den Zustand aller Gewässer-Ökosysteme deutlich zu verbessern, haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Jahr 2000 mit der EG-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet, europaweit Flüsse, Bäche, Seen und einen guten Zustand bzw. ein gutes ökologisches Potential zu überführen. Für die erheblich veränderten Gewässer in Hamburg ist das eine große Aufgabe. Die Durchgängigkeit der Fließgewässer bildet dabei ein wesentliches Ziel, mit dessen Erreichen artenreiche und gewässertypische Lebensgemeinschaften erhalten oder wiederhergestellt werden.

     

     


     

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