Montag, 26. Oktober 2020
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    Erster neuer Baum im Neubaugebiet „Eichenrund Lemsahl“ am Fiersbarg

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    Unter Mithilfe von Finanzsenator Dr. Andreas Dressel (2. v.r.) haben dort die Bauentwickler Kristina und Ullrich Tröger (l.) und der Architekt Olaf Schilling gestern Vormittag (13.02.) eine rund zehn Jahre alte Erle gepflanzt.

    Und das auf einem Gelände mit Geschichte. Anfang des Jahrtausends stand auf der Fläche am Fiersbarg 8 für einige Jahre ein Pavillondorf für Spätaussiedler, Jahre später Container für die Flüchtlingserstaufnahme. Mehrfach wurde über die weitere Nutzung prozessiert. Anwohner wollten eine große Flüchtlingsunterkunft verhindern. Unter Vermittlung des Volksdorfer SPD-Politikers und Finanzsenators Dr. Andreas Dressel zwischen der Stadt und beteiligten Bürgerinitiativen konnte eine Lösung für die gut 30.000 qm große Fläche gefunden werden, die den Bebauungsplan Lemsahl-Mellingstedt 19 zunächst einmal zurückgestellt hat. 2018 wurde die Fläche von der Stadt erneut ausgeschrieben.

    Den Zuschlag hatte die Fiersbarg Projekt GmbH von Kristina und Ulrich Tröger erhalten (sie haben auch das Neubaugebiet Spechtort konzipiert), die sie gemeinsam mit dem Architekten Olaf Schilling gegründet haben. Die drei lassen entsprechend der Vorgaben 42 Wohneinheiten in Rotklinkeroptik mit großzügigen Grundstücken und viel Grün entstehen: 3 Stadtvillen im geförderten Wohnungsbau mit je 5 Wohneinheiten, 5 Einzelhäuser, 5 Doppelhäuser und 4 Reihenhäuser mit je 3 Wohneinheiten.

    Baumfällung: ein sensibles Thema

    Erste Bauarbeiten für den Tiefbau haben bereits im vergangenen Jahr begonnen. Zur Baufeldfreimachung mussten Bäume des bestehenden Baumgürtels gefällt werden. Ein sensibles Thema in Hamburg, auch im grünen Norden der Stadt. Das wurde schnell klar: „Kaum dass die erste Kettensäge lief, hatten die Nachbarn schon Alarm geschlagen“, erklärt Ulrich Tröger. Unbegründet. „Es wurden nur Bäume gefällt, für die wir im Rahmen des B-Planes eine Fällgenehmigung hatten. Ziel war sowieso immer der Erhalt des Baumgürtels. Er ist wichtiger Bestandteil des Grundstücks und soll es auch bleiben.“ Aber sowohl für die Bauten auf dem Gelände, als auch für eine von der Stadt geforderte, bachförmige Mulde für das von der Straße ablaufende Wasser, mussten rund 130 der 700 bestehenden Bäume – viele davon übrigens krank oder durch Sturm Xavier geschädigt – gefällt werden. Unter den Argusaugen von Bürgerinitiativen. „Aus diesem Grund war sogar eine Vertreterin der Stadt mit den Genehmigungen vor Ort und hat den Bürgern die Aktion erläutert“, erklärt Ulrich Tröger, der nun heute mit der ersten Neupflanzung begonnen hat. „Es werden weitere Bäume folgen. Später kommen ja auch in den privaten Gärten noch Rasen, Hecken, Bäume und Sträucher dazu. Die Vielfalt in der Bepflanzung wird in einigen Jahren viel besser sein als jemals zuvor.“

    Zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich auch der Finanzsenator: „Mit der Bebauung wird ein neues Kapitel in der wechselhaften Geschichte dieser Fläche aufgeschlagen. Es gab viele Gespräche und Kompromisse mit Bürgerinitiativen für ganz Hamburg und auch Lemsahl, um für Flüchtlingsunterkünfte eine vernünftige Anschlussperspektive als künftige Wohnquartiere zu finden. Hier hat das jetzt nach Geruckel am Anfang (um die Größe der Flüchtlingsunterkunft und die Art der Bebauung, d.Red.) am Schluss gut geklappt, denn die Zahlen wurden angepasst und man hat sich auf ein vernünftiges Miteinander verständigt und auch alle Fristen wurden eingehalten. So dass der Übergang von der Nutzung als öffentliche Unterkunft hin zu einem nachbarschaftlichen Wohnquartier gut in die Wege geleitet werden konnte. Wir als Stadt sind froh einen Partner gefunden zu haben, der es immer wieder schafft, die Bebauung quartiers- und stadtteilverträglich mit den Menschen vor Ort zu organisieren“, so Dr. Andreas Dressel.

    So geht es weiter: im Spätsommer beginnt der Hochbau. Und zwar mit den drei Stadtvillen im geförderten Wohnungsbau. Deren Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant. Parallel werden dann nach und nach die ersten Einfamilienhäuser entstehen.

     

     


     

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