Mittwoch, 21. Oktober 2020
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    Start Hamburger Tagesjournal Hamburg hat die meisten Corona-Fälle, Sorge und Solidarität in der Stadt

    Hamburg hat die meisten Corona-Fälle, Sorge und Solidarität in der Stadt

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    Guten Morgen: Hamburg ist besonders vom Coronavirus betroffen und ergreift schärfere Maßnahmen. *

    Θ HAMBURG

    Hamburg hat die meisten Corona-Fälle: 8,6 HamburgerInnen pro 100.000 Einwohnern sind schon betroffen. Im Bund liegt der Durchschnitt unter fünf Fällen. Die Dynamik entstand erst in den letzten Tagen. Es wird in den kommenden Stunden mit einer weiteren starken Zunahme gerechnet, die den Rückkehrern aus den Schulferien zugerechnet wird, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben. Um die Ausbreitung des Virus‘ zu verlangsamen, hat der Senat nach den Schließungen von Schulen und Kitas nun auch alle weiteren Orte der bürgerlichen Begegnung als unzugängig erklärt. Immerhin ist es im Gegensatz zur Situation in Italien noch erlaubt, sich im Freien aufzuhalten und sich im Kreis von bis zu 100 Menschen privat zu treffen. In Österreich liegt die Grenze derweil bei fünf Kontaktpersonen.
    twitter.OlafGersemann (Corona-Zahl), ndr.de, welt.de (Maßnahmen), t-online.de (Risikogebiet Ischgl)

    Gemeinsam gegen Corona.
    Bürgermeister Peter Tschentscher schwört die Hamburger auf den Kampf ein, der vor allem ein Rückzugskampf, der, bisweilen uneinsichtigen, Jugend sein wird.
    facebook.senat.hamburg

    – Meinung –

    Änderungen können natürlich folgen.
    Staatsrat Andreas Rieckhof lässt schon durchblicken, dass man das Spazierengehen an der Elbe, das Joggen um die Alster und den Hamsterkauf ohne Regulierung noch genießen sollte. Die dynamische Lage wird sich auch meiner Meinung nach fortsetzen. Es wird hier in ein paar Tagen wie in Italien, Österreich und Spanien sein. Wir werden nach dem Verzehr eines weiteren Nudelgerichts das Schifferklavier in die Hand nehmen und die Hammonia von den Balkonen in Eimsbüttel und Wandsbek singen, um dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Wirken der medizinischen Kräften musikalisch zu huldigen.
    facebook.andreas.rieckhof, wikipedia.org (Hammonia), spiegel.de (Balkonsingen Italien), twitter.LeilaAls (Balkonsingen Wien)

    Anzeige – Offizielle und amtliche Informationen
    Offizielle und amtliche Informationen zu #CoronaHH: Der Hamburger Senat informiert auf hamburg.de/coronavirus über Maßnahmen, um der Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg zu begegnen. Hier finden Sie amtliche Anordnungen, Verhaltenstipps sowie Infos zu den Bereichen Kita, Schule, Hochschule, Freizeit, Wirtschaft, Mobilität und vielen weiteren Themen. Diese zentrale Informationsseite bietet viele Antworten auf zahlreiche Fragen in einem FAQ, das laufend aktualisiert und erweitert wird. In sozialen Netzwerken wird der Hashtag #CoronaHH verwendet.

    Sorge um das, was nicht der Daseinsvorsorge dient: Nun stehen auch die Betreiber, Freiberufler und Angestellten von Orten der Kultur, des Spaßes, des Sportes und Bordellen vor Existenzängsten, denn die Einnahmen sind weg, aber die Fixkosten bleiben. Mit dem Wegfall von Veranstaltungen wird auch keine Werbung dafür benötigt, was unter anderem Medien, wie auch das Tagesjournal sorgt. Nun soll es Unterstützung der Stadt und des Bundes geben, was in vielen Fällen nicht reichen wird, um Insolvenzen oder Schließungen zu verhindern. Kultursenator Carsten Brosda hat in den kommenden Wochen viel zu tun. Er will den Betrieben finanziell helfen und gleichzeitig Wege finden, die Kultur weiterleben zu lassen. So plant etwa das Schmidt-Theater ab Dienstag einen abendlichen Stream im Netz.
    ndr.de, abendblatt.de, mopo.de, hamburg.de

    Sorge auch um den Sport: Wie viele Amateurvereine wird auch der Profiverein HSV unter dem virenbedingten Ausfall des sportlichen Wettbewerbs leiden. Sollte die Saison abgebrochen werden, fallen viele Millionen Euro aus TV-Vermarktung sowie Kartenerlösen weg und die Insolvenz droht nicht nur dem immerklammen HSV. Deswegen will die Liga mehr Zeit nach hinten gewinnen und so wird wohl die im Juni geplante Fußball-Europameisterschaft in zwölf europäischen Staaten abgesagt, die zudem ihre Grenzen untereinander geschlossen haben. Nun gibt es Überlegungen die EM auf das kommende Jahr zu verschieben. Da soll aber die Club-WM in China stattfinden. Das Reich der Mitte wird am Montag im aktuellen Corona-Frei-Ranking die Führung über die restliche Welt errungen haben und sich freuen, das Virus nun aus dem Westen erneut ins Land zu holen.
    ndr.de (Hamburg), ndr.de, .abendblatt.de, bild.de (Bundesliga), manager-magazin.de (EM), twitter.OlafGersemann (Corona China vs Welt)

    Um die Alster zu joggen ist ok.
    Sportstaatsrat Christoph Holstein verteidigt die Restaktivitäten der zerbröselnden Active City.
    ndr.de

    Peter Tschentscher und Katharina Fegebank trinken aus einem Glas: Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen werden verschoben, bebildert mysteriös abendblatt.de
    Kritik an Corona-Bekämpfung: Tests gibt es nur bei erfolgter Reise ins Risikogebiet oder Kontakt mit Bestätigten trotz Symptomen medium.com
    Kritik an Corona-Bekämpfung: Einreisende werden in Hamburg, wie auch an anderen Standorten im Bund, gar nicht überprüft facebook.jmwell
    Hilfe für betreuende Eltern: Öffentlich-Rechtliche Programme wollen verstärkt Bildungsprogramme senden presseportal.de
    Pläne für Hamburger Naturkundemuseum: Standort am Baakenhöft wird angestrebt taz.de

    Wetter heute: Bei drei bis 13 Grad ist es wechselnd bewölkt und trocken.
    wetter.net

    Θ ZAHL DES TAGES

    5 Jahre Hamburger Tagesjournal: Am 16. März 2015 berichtete das Hamburger Tagesjournal zum ersten Mal von Montag bis Freitag über das Geschehen vor allem in Hamburg, aber auch der Welt. „Alles was Sie heute wissen müssen“ war und ist die redaktionelle Leitlinie des morgendlichen Newsletters, der nun knapp 20.000 Abonnenten erreicht. Unter den Lesern des ersten Hamburger Nachrichten Newsletters sind viele Entscheider und Multiplikatoren, von denen sich einige gern bereit erklärt haben, ihre Sicht auf das Tagesjournal zu beschreiben. Wir danken Ihnen und allen Lesern für ihr Interesse am Hamburger Tagesjournal. Und wenn Sie unsere Arbeit in diesen schwierigen Zeiten durch Anzeigen oder andere Honorierung unterstützen wollen, würden wir uns freuen.
    tagesjournal.de

    Das Tagesjournal schlägt jeden Morgen lesenswerte Schneisen durch die immer vielfältigere Welt der Medien und hat dabei die klassischen Medien ebenso im Blick, wie die Tiefen und Untiefen der sozialen Netzwerke. Mit feinsinnigem und manchmal bissigem Humor lässt uns Mathias Adler so teilhaben, an dem was insbesondere in der Hamburger Politik am Tag zuvor geschehen ist und am beginnenden Tag wichtig werden könnte. Ein absoluter Gewinn für die Hamburger Medien- und Politiklandschaft!
    Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien.

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    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Über 4.800 Infektionen in Deutschland: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.838 gestiegen, meldet das Robert-Koch-Institut. Die Zahl der Todesfälle stieg auf zwölf. Zuletzt starb ein über 80-jähriger Patient mit Vorerkrankungen in Bayern. Italien meldete 368 weitere Todesfälle; der höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Zählungen. Damit sind in Italien über 1.800 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Gesamtzahl Infektionen stieg den Angaben zufolge auf knapp 25.000. In Spanien verdoppelte sich die Zahl der Toten auf 288. Die Zahl der Infektionen liegt dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei mehr als 7.750.
    tagesspiegel.de

    US-Notenbank drückt Leitzins bis fast auf Null: Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins um einen ganzen Prozentpunkt gesenkt. Der dadurch erreichte Zinssatz nahe null Prozent solle solange beibehalten werden, bis man sicher sei, dass die Wirtschaft die Folgen der Coronavirus-Pandemie überstanden habe, teilte die Fed mit. Außerdem gab sie bekannt, für 500 Milliarden Dollar Schatzpapiere zu erwerben, um die Vergabe von Krediten zu fördern. Für weitere 200 Milliarden Dollar wolle sie mit Hypotheken gesicherte Wertpapiere kaufen.
    faz.net, spiegel.de

    Bahn schränkt wegen Coronavirus Regionalverkehr ein: Die Deutsche Bahn verwies auf sinkende Fahrgastzahlen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Fahrkarten würden in den Regionalzügen bis auf weiteres nicht mehr kontrolliert. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Beschäftigten. Zur Eindämmung des Coronavirus arbeiten inzwischen viele Menschen, die normalerweise zur Arbeit pendeln, von zuhause aus. Den Fernverkehr will die Deutsche Bahn aber weiter wie gewohnt abwickeln. Verkehrsminister Andreas Scheuer sagte, man tue alles, um die Infrastrukturen komplett aufrechtzuerhalten.
    zeit.de, tagesschau.de (Regionalverkehr); spiegel.de (Scheuer)

    Bayern ruft Katastrophenfall aus: Ministerpräsident Markus Söder will effiziente Strukturen schaffen, um das Coronavirus zu bekämpfen spiegel.de
    Schleswig-Holstein verwehrt sich gegen Tourismus: Urlauber werden wegen mangelnder medizinischer Möglichkeiten abgewiesen spiegel.de
    Krieg in Syrien: Proteste gegen russisch-türkische Patrouille in Idlib tagesschau.de
    Lesbos: Auf Schiff festgehaltene Migranten zum Festland gebracht spiegel.de
    The end is near: Lange Schlangen vor Amsterdamer Cannabis Shops, die Corona bedingt schließen müssen twitter.trbrtc
    Russland: Putin unterschreibt Gesetz für Verfassungsänderungen zeit.de

    Θ STADT & LEBEN

    In Hamburg schaut man hin: So lautet der Titel der aktuellen Kampagne der Hamburger Polizei, die zu mehr Achtsamkeit unter den HamburgerInnen führen soll. Mit einem moderaten Budget von 200.000 Euro scheint der Polizei damit ein großer Erfolg gelungen zu sein. Die Bürger nehmen die Kampagne an und melden verhäuft Verdachtsmomente. Den Hinweisen wird nachgegangen und die Anrufer erhalten eine Rückmeldung. Nun sollen sich auch die Polizeikollegen aus anderen Bundesländern für die Übernahme der Kampagne interessieren, die noch bis Mai laufen soll. Danach wird es ein neues Konzept geben, bei dem HSV-Legende Uwe Seeler eine Rolle spielen soll, denn bei der WM 1966 wurde nicht richtig hingeschaut, berichtet abendblatt.de

    -Tatort-Kritiker-
    Nicht perfekt, aber sehr ordentlich: „Das perfekte Verbrechen“ hieß der Berliner Tatort. Die Grundzüge der Geschichte sind damit schon fast erzählt. Ein Geheimbund aus schnöseligen Jurastudenten macht den namensgebenden Gesetzesbruch zum Aufnahmeritual. Das ist so neu nicht. Auch sind die Handlungsstränge routiniert abgespult, weil schon mehrfach in Buch, Film und Serie erfolgreich erprobt. Dass dieser Fall mit dem tollen Duo Rubin/Karow trotzdem wirklich sehenswert war, lag vor allem an der sehr guten Besetzung und einer stringenten Regie. Selbst die Spannungsdelle eine Viertelstunde vor Schluss, als jeder einigermaßen versierte Tatort-Gucker den Täter samt Motiv kannte, tut der Wertung keinen Abbruch: gute Krimi-Unterhaltung.
    Tatort-Experte: Henning Kleine, Chef vom Dienst, Sat.1 Landesstudio Hamburg facebook.com

    Restaurant-Tipp – Essen wie die neuen Abgeordneten: Wer im Parlament unter dem Rathaus seinen Hunger stillen möchte, bekommt beste deutsche und internationale Gerichte serviert, ob Hamburger Pannfisch oder Nordseescholle, Sauerbraten, Cordon Bleu oder Flammkuchen. Die beeindruckende Location im Rathausgebäude ist an sich schon ein Besuch wert. Restaurants dürfen nach der neuen Verfügung des Senats offen bleiben, wenn gewährleistet ist, dass zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Metern vorhanden ist, was im Parlament darstellbar sein sollte.
    hamburg.de

    Θ FOFFTEIN

    Alles wird gut: So singen es sich die Italiener von ihren Balkonen zu, weil sie ihre Wohnungen wegen des Coronavirus‘ nicht verlassen dürfen. Das wird in Hamburg wohl auch passieren und wir werden es hoffentlich alle überleben. Sonst wird es ja nicht gut.

    Heute ist schon mal Tag des Homeoffices und der häuslichen Kinderbetreuung. Viel Erfolg dabei und kommen Sie gesund in die Woche. Wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.

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