Sonntag, 25. Oktober 2020
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    Tschentscher kann Scholz, aber kann er auch Schmidt? Kultur zeigt sich digital und lebendig

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    Guten Morgen: Da kommt viel Unangenehmes auf uns Hamburger und den Rest der Welt zu. * Aber am Ende wird alles gut! * Bestimmt! *

    Θ HAMBURG

    Bürgermeister mahnt: Einige Hamburger seien bei der Corona-Krise noch zu unbesorgt, sorgt sich Peter Tschentscher. Aktuell sei keine Ausgangssperre geplant, was sich allerdings noch ändern könnte, wenn die Sorglosigkeit anhalte. 52 neue Infizierte wurden am Dienstag vermeldet. Zehn Kranke werden derzeit im Krankenhaus betreut. Sechs davon liegen auf einer Intensivstation. Da diese Zahlen absehbar schnell steigen werden, gibt es nun Beschlüsse im Bund, zusätzliche Kapazitäten in ohnehin geschlossenen Hamburger Hotels oder mit Plätzen auf Messegeländen zu schaffen. Die Hamburger Schulen und Kitas werden wohl länger geschlossen bleiben, als bislang geplant; es wird anscheinend der 19. April ins Visier genommen. Immerhin zeigen sich die systemrelevanten Eltern in der Unterzahl. Nur fünf Prozent der Kita-Kinder werden weiterhin betreut.
    welt.de, abendblatt.de, ndr.de

    Das ist Ihr Helmut-Schmidt-Moment.
    Hamburger Digital-Unternehmer Matthias Schrader wünscht sich mit recht schlüssigen Argumenten einen noch entschlosseneren Peter Tschentscher. Fairerweise muss man anmerken, dass eine fürchterliche Hamburger Flut in einer Nacht etwas anderes ist, als die Auswirkungen einer zähen, föderalen, disruptierenden und globalisierter Pandemie.
    docs.google

    Anzeige – Offizielle und amtliche Informationen
    Offizielle und amtliche Informationen zu #CoronaHH: Der Hamburger Senat informiert auf hamburg.de/coronavirus über Maßnahmen, um der Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg zu begegnen. Hier finden Sie amtliche Anordnungen, Verhaltenstipps sowie Infos zu den Bereichen Kita, Schule, Hochschule, Freizeit, Wirtschaft, Mobilität und vielen weiteren Themen. Diese zentrale Informationsseite bietet viele Antworten auf zahlreiche Fragen in einem FAQ, das laufend aktualisiert und erweitert wird. In sozialen Netzwerken wird der Hashtag #CoronaHH verwendet.

    Sorge um die Hamburger Wirtschaft: Nach den Messebauern, den Veranstaltern, den Künstlern, den Touristikern, den Gastronomen, den Solounternehmern, den *you-call-my-name-*, hat es nun auch den Hamburger Einzelhandel erwischt. 10.000 Geschäfte müssen mindestens bis zum 19. April schließen und einige Läden werden dann wohl nicht wieder öffnen. Vor diesem Hintergrund fordert die Handelskammer schnelle Hilfe mit einem Sonderfonds. Auch die Lohnsteuer solle ausgesetzt werden. Derweil plant Finanzsenator Andreas Dressel schon steuerliche Liquiditätsentlastungen und seinerseits einen Fonds für Kultur und Sport. Etwas Erleichterung soll es schnell für bedrohte Firmen geben, die in städtischen Immobilien eingemietet sind. Hier kann nun die Miete für drei Monate zinslos gestundet werden.
    hk24.de, bild.de, hamburg.de, abendblatt.de

    Die Handelskammer wird auch dazu beitragen, dass sich der finanzielle Spielraum der Hamburger Unternehmen in diesen Tagen etwas erweitert.
    Der amtierende Vizepräses, André Mücke spendiert kurz vor dem Ende seiner Amtszeit doch noch eine befristete, derzeit wieder sehr populäre, Befreiung von Zwangsgebühren.
    hk24.de

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    Treffen Sie sich in diesen Hamburger Tagen digital! empfiehlt M-POINT den Hamburger Unternehmern. Gemeinsam gegen die Krise heißt es nun im Unternehmernetzwerk. Das digitale Portal setzt auf Sichtbarkeit, Inspiration und Unterstützung. 1.000 Unternehmer*innen nutzen inzwischen die großen Vorteile von M-POINT. Zeigen auch Sie sich und Ihr Business einer wohlmeinenden Community ganz einfach nach kostenfreier Registrierung

    Legislaturperiode beginnt: Die Bürgerschaft trifft sich am Mittwoch zur konstituierenden Sitzung nach der Wahl. Aufgrund des Virus‘ wurde vereinbart, dass nur 74 statt gewählter 123 Abgeordnete zur Sitzung erscheinen. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist die Wahl der oder des PräsidentIn. Es gilt aber als sicher, dass die Sozialdemokratin Carola Veit, die das Amt schon seit 2011 inne hat, erneut das Vertrauen erhalten wird. Zank gibt es noch um die Besetzung des Vize-Präsidiums, in dem auch der scheidende CDU-Fraktionsvorsitzende André Trepoll einen ehrenvollen Platz finden soll. Weiter soll in der kurzen Sitzung das Verwaltungsverfahrensgesetz geändert werden, um die in Corona-Zeiten fast täglich entstehenden Allgemeinverfügungen mit einer hurtigeren digitalen Veröffentlichung wirksam werden zu lassen. Die Sitzung startet um 13.30 Uhr, diesmal nur im Livestream.
    facebook.FaridMüller (Rumpfparlament), abendblatt.de (Präsidium), facebook.AndréTrepoll (Trepoll), hamburg.de (Verfügung), hamburgische-buergerschaft.de (Tagesordnung)

    Corona zwingt uns, alte bürokratische Zöpfe abzuschneiden.
    Justizsenator Till Steffen will Allgemeinverfügungen in Zukunft im Internet statt im Amtsblatt veröffentlichen.
    twitter.till_steffen

    Ein bisschen Schule: Schulsenator Ties Rabe wirbt merkwürdig verschwurbelt und ungewohnt wortreich um weiteren Schulbesuch trotz der Schulschließungen youtube.TiesRabe
    Pfusch am Bau: Zwei Arbeiter sterben nach Einsturz eines Gerüstes mit ebenso herunterfallenden lockeren Bauteilen auf St. Pauli ndr.de
    Einige Polizisten infiziert: Coronavirus behindert Hamburger Ordnungsmacht bislang nur marginal welt.de

    Wetter heute: Bei sieben bis 13 Grad ist es meist bewölkt.
    wetter.net

    Θ ZAHL DER TAGE

    5 Jahre Hamburger Tagesjournal

    Montag bis Freitag beginnt mein politischer Tag um kurz nach 6 Uhr mit dem Blick ins Tagesjournal. Mathias Adler liefert jeden Morgen einen schnellen Überblick über die News in Hamburg: pointiert, meinungsstark und unterhaltsam – und immer auch mit einem Augenzwinkern. Und alle wichtigen Themen sind dabei. Für mich der perfekte Überblick in wenigen Minuten. Wer das Tagesjournal liest, weiß, was in unserer Stadt los ist. Herzlichen Dank dafür und Glückwunsch zum fünfjährigen Bestehen!“
    Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft.

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Notfallplan für mehr Behandlungsplätze von Corona-Kranken: Das Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts gestiegen; die Gefahr werde nun als „hoch“ eingestuft. Grund sei die Dynamik der Pandemie. In Deutschland gibt es derzeit über 9.200 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Bund und Länder haben sich auf einen Krankenhaus-Notfallplan geeinigt mit dem Ziel, mehr Plätze zu schaffen, an denen Patienten mit einem leichteren Verlauf einer Corona-Infektion behandelt werden können. Dafür sollen auch Hotels, größere Hallen oder Rehabilitationseinrichtungen ausgebaut oder umgerüstet werden.
    tagesspiegel.de, spiegel.de; tagesschau.de (Robert-Koch-Institut), spiegel.de, n-tv.de (Notfallplan)

    EU verhängt wegen Coronavirus 30-tägiges Einreiseverbot: Deutschland werde dies sofort umsetzen, sagte Kanzlerin Angela Merkel nach einen Videogipfel mit den anderen EU-Staats- und Regierungschefs. Ausnahmen gelten laut Innenministerium für Angehörige von Drittstaaten, die ein längeres Aufenthaltsrecht in einem Land der Europäischen Union haben. Staatsangehörigen aus EU-Staaten werde außerdem die Durchreise durch Deutschland gestattet. Wichtig sei es zudem, den freien Fluss von Waren aufrechtzuerhalten, sagte Merkel. Ziel ist es, die Kontrollen an den Binnengrenzen wieder lockern zu können.
    tagesschau.de, faz.net

    Corona-Krise: Weltärztebund-Chef Montgomery lehnt Ausgehverbote ab rp-online.de
    Impfstoff: Biotechnik-Unternehmen CureVac will Genehmigung für klinische Studie einreichen handelsblatt.com
    Feuerwerk der Freude: China feiert das Ende der Corona-Krise spiegel.de

    Θ STADT & LEBEN

    – Meinung –
    Digitaler Austausch: Das gesellschaftliche Zusammensein vermisst man in diesen Tagen. Es ist eine ungewohnte Erfahrung den wertschätzenden persönlichen Kontakt in diesen Tagen nicht mehr zu haben. Immerhin regen sich nun mehrere Hamburger Initiativen, die nun den künstlerischen und diskursiven Raum in das Netz verlegen wollen. Unser Partner hamburg.de baut dazu seine Plattform um, damit, statt nicht mehr stattfinden analogen Veranstaltungen, nun digitale Events, immerhin mit drei Kameras umgesetzt, wie etwa im Schmidt Theater in den Fokus genommen werden. Ein ähnliches Konzept hat Gute Leude Fabrik-Chef Lars Meier mit der modernen Mopo entwickelt. Dabei geht es um einen täglichen Podcast zum aktuellen Thema Corona. Richtig rocken soll derweil das Angebot Hamburger Künstler namens „one“, das mit kurzen Schnittsequenzen ab Mittwoch am Start sein soll.
    hamburg.de, tivoli.de, abendblatt.de (Digitale Unterhaltung), facebook.marcel.schweitzer (Schneller Beat)

    Beruflich bislang für mich der schwerste Moment.
    Online Marketing Rockstars-Chef Philipp Westermeyer über die Sekunde, als ihm klar wurde, dass er das Festival für 50.000 Teilnehmer absagen muss.
    mopo.de/guteleude.de

    Restaurant-Tipp – Mittagstisch in Rotherbaum: Die L’Espresso Bar hat ein umfangreiches Mittagsangebot zu sehr moderaten Preisen. Vorab gibt es als Gruß aus der Küche Bruschetta, dazu warmes Pizzabrot, gefolgt von einem kleinen Salat oder einer Suppe. Mit einem Pasta- oder Pizzagericht kostet es um die 8 Euro, bei Fleisch- und Fischgerichten etwas mehr. Die Auswahl ist breit gefächert und bietet auch saisonale Spezialitäten wie beispielsweise Kürbisravioli. Die L’Espresso Bar hat aufgrund der neuen Situation auch einen Lieferdienst eingerichtet.
    facebook.L-espresso-bar

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    KRACH+GETÖSE startet am Mittwoch in die Bewerbungsphase! Der Hamburg Music Award geht in die zwölfte Runde und sucht erneut die talentiertesten Newcomer_innen aus Hamburg und Umgebung. Bis zum 22. April 2020 können sich Musiker_innen und Bands für den Hamburg Music Award bewerben. Zudem nominieren knapp 100 namhafte Musikexpert_innen ihre persönlichen Favorit_innen. Ausgewählt werden die fünf Preisträger_innen von einer hochkarätigen Fachjury. Den fünf Preisträger_innen winkt eine 12-monatige maßgeschneiderte Bestenförderung.
    krachundgetoese.de

    Θ FOFFTEIN

    – Glosse –
    Pinneberger sollen die Landungsbrücken verlassen: Die schleswig-holsteinische Regierung hat verfügt, dass Hamburger im nördlichen Nachbarland nun verpönt seien, wenn es sie in den kommenden warmen Tagen für eine Visite an einen Strand der Nord- oder Ostsee ziehen würde. Hintergrund ist, dass die Tagestouristen ja plötzlich aufgrund des Coronavirus‘ am Strand umfallen und die Hilfe von knapper Notfallklinik benötigen könnten. Das ist absolut konsequent und kann so entschieden werden. Aber wieso dürfen sich Wedeler Bürger mit S1-Anschluss dann noch an den Landungsbrücken am Fischbrötchen delektieren, die ja auch in der nächsten Sekunde umkippen und dann das Hamburger Gesundheitssystem belasten könnten? Die ersten infizierten Corona-Fälle des behandelten UKE sind übrigens in Schleswig-Holstein wohnhaft und dank Hamburger Medizin bislang noch am Leben .
    kn-online.de, ndr.de

    Heute feiert der ehemalige Innen- und Sportsenator Michael „Olympia“ Neumann seinen 50. Geburtstag. Wir wünschen Ihnen eine schöne Wochenmitte.

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