Mittwoch, 25. November 2020
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    Wichtiges zur Corona-Soforthilfe

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    Seit kurz vor Mitternacht können Selbständige und Unternehmen online Corona-Soforthilfe beantragen. Hier die wichtigsten Hintergründe und Infos dazu!

    Mit einem Kraftakt aller Beteiligten, darunter IT-Expertinnen und Experten der Hamburger Förderbank IFB und des Softwareentwicklers SAP, konnte noch am späten Montag-Abend kurz vor Mitternacht das digitale Antragsformular für die Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) unter www.ifbhh.de online gestellt werden. Ab sofort und auch die Nacht durch können damit im Rahmen des deutlich ausgeweiteten Hamburger Schutzschirms für Corona-betroffene Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Institutionen, Solo-Selbständige und Künstlerinnen und Künstler die ersten Anträge auf Soforthilfe gestellt werden. Die Hamburger Corona Soforthilfe arbeitet mit direkten Zuschüssen und ergänzt die beschlossenen Soforthilfen des Bundes zielgerichtet. Die Förderrichtlinie und die Inhalte des Antragsformulars stehen nach der erst am Wochenende abgeschlossenen finalen Abstimmung mit der Bundesförderung nunmehr fest, Anwendungsfragen sollen über FAQ der Förderbank IFB geklärt werden. Wer sich auf die digitale Beantragung vorbereiten will, sollte unter www.ifbhh.de die Förderrichtlinie und die wesentlichen Inhalte der Beantragung abrufen, um für den eigentlichen digitalen Antrag alles parat zu haben.

    Senat und IFB bereiten sich auf eine große Welle von Anträgen vor. Trotz intensiver IT-Vorbereitungen bitten Senat und IFB potentielle Antragstellerinnen und Antragsteller: Wer nicht zwingend auf die sofortige Bewilligung angewiesen ist, möge – wenn möglich – noch ein paar Tage mit der Beantragung warten. So kann die Kapazität besser gesteuert werden. Niemand muss Sorge haben, nicht mehr berücksichtigt zu werden, wenn er einige Tage später den Antrag stellt. Kein Antragsteller mit Antragsberechtigung muss Sorge haben, dass er leer ausgeht, Geld ist im Rahmen dieses Fördertopfs genug da.

    Die Fördertabelle der Hamburger Zuschussmittel zuzüglich der auf Unternehmen bis zu 10 Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten) begrenzten Bundesmittel sieht wie folgt aus:

     

    Hamburg Bund Gesamt bis zu
    Solo-Selbständige 2.500 € 9.000 € 11.500 €
    1-5 Mitarbeiter 5.000 € 9.000 € 14.000 €
    6-10 Mitarbeiter 5.000 € 15.000 € 20.000 €
    11-50 Mitarbeiter 25.000 € ———– 25.000 €
    51-250 Mitarbeiter 30.000 € ———– 30.000 €

     

    Antragsberechtigt sind nicht nur gewerbliche Unternehmen, sondern auch gemeinnützige Organisationen – und das unabhängig von der Rechtsform. Damit können auch gGmbH´s, Vereine oder andere gemeinnützige Unternehmen in den Anwendungsbereich der Soforthilfe fallen, wenn die anderen Voraussetzungen gemäß Förderrichtlinie erfüllt sind. Auch wurde der Anwendungsbereich der Förderung deutlich erweitert: Hamburg will nicht nur Adressaten der städtischen Allgemeinverfügungen unterstützen, sondern insbesondere alle Gewerbetreibende, Unternehmen und Solo-Selbständige, die infolge von Corona einen Umsatzeinbruch nach dem 11. März hatten. Da der Bund seine Förderung begrenzt hat, setzt Hamburg zusätzliche Akzente: Wer hauptberuflich als Solo-Selbständiger arbeitet und keine Fixkosten für Miete oder ähnliches hat, kann trotzdem 2.500 Euro pauschale Soforthilfe bekommen. Diese und andere Fragen sollen auch in einer Hotline beantwortet werden, die über die 115 bzw. 42828 1500 erreichbar ist. Auf der Homepage der IFB wird zudem ein Q&A-Katalog vorbereitet, der laufend aktualisiert wird.

    Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Hamburg legt auf die Bundesförderung noch richtig etwas drauf: Sowohl für bestimmte Solo-Selbständige, als auch für die mittelständische Wirtschaft mit mehr als 10 Beschäftigten haben wir die Förderbedingungen so gestaltet, dass wir wirklich helfen können. Aber wir haben auch die gemeinnützigen Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform im Blick. Auch viele Vereine werden daher antragsberechtigt sein. Für ein soziales Hamburg tragen sie alle viel bei, auch sie dürfen wir in dieser Lage nicht allein lassen! Vor diesem Hintergrund rechnen wir durchaus mit um die 100.000 Anträgen und mit einem Fördervolumen allein aus Landesmitteln von deutlich über 300 Millionen Euro. Alle Beteiligten leisten in diesen Tagen Herausragendes, um die Soforthilfe pünktlich und sicher an den Start zu bringen, ihnen gilt mein ganz besonderer Dank! Hotline, Onlinepräsenz und das HCS-Center u.a. in den Räumen des Bezirksamtes Mitte – alles wird Schritt für Schritt ausgebaut. Alle Antragsteller bitten wir um ein bisschen Geduld und Verständnis, wenn es in den ersten Tagen hier und da noch Anlaufprobleme gibt. Die Antragsteller sollten sich gut auf ihren Antrag vorbereiten, das kann schon vorher mit den Informationen auf der IFB-Homepage gut gelingen.“

    Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Endlich geht es los mit Beantragung und Bewilligung! Dabei gilt: Die kleinen und mittleren Unternehmen in unserer Stadt haben in dieser Krise unsere volle Rückendeckung. Wir haben die Förderung sogar noch einmal deutlich aufgestockt: Da der Bund den Fokus sehr stark auf die ganz kleinen Unternehmen setzt, haben wir bei den größeren Unternehmen ab 11 Mitarbeitern die Förderung von 10.000 Euro auf 25.000 Euro mehr als verdoppelt und auch bei den Unternehmen von 51 bis 250 Mitarbeitern auf 30.000 Euro gesteigert. Das ist ein klares Bekenntnis zum Mittelstand in schweren Zeiten, was der Senat hier abgibt. Gemeinsam mit der IFB haben wir jetzt ein unbürokratisches Antragsverfahren, das Montag startet. Mit einem umfassenden Internetangebot und einer Hotline sorgen wir für bestmögliche Information vor einer hoffentlich erfolgreichen Antragstellung. Der Bundesländervergleich zeigt: Wir liegen in den Fördervolumen über die gesamte Breite in der Spitzengruppe. Das unterstreicht, wie sehr sich die Hamburger Wirtschaft in dieser schwierigen Phase auf diesen Senat verlassen kann!“

     Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Auf den Start des Antragsverfahrens haben in unserer vielfältigen und vitalen Kultur- und Kreativszene viele dringend gewartet. Diese Szene macht ganz wesentlich die Lebensqualität und Innovationskraft Hamburgs aus. Mit dem Hamburger Schutzschirm sorgen wir dafür, dass auch Kreative, Künstlerinnen und Künstler möglichst gut durch diese Zeit kommen. Es ist vernünftig, dass in Hamburg von Anfang an alle Behörden Hand in Hand an dem Schutzschirm gearbeitet haben. Deshalb können wir nun zusammen mit der IFB ein einfaches Antragsverfahren auf den Weg bringen, das pauschale Lösungen für die Einbußen der Solo-Selbstständigen ermöglicht und auch gleich die Bundeshilfen mit umfasst. Wer hauptberuflich als Solo-Selbständiger arbeitet und keine Fixkosten für Miete oder ähnliches hat, kann trotzdem 2.500 Euro pauschale Soforthilfe bekommen. Das ist wichtig. So kann denen jetzt schnell und unbürokratisch geholfen werden, die jetzt unsere Hilfe brauchen und auf deren kreative Impulse Hamburg heute und in Zukunft dringend angewiesen ist.“

    Sportsenator Andy Grote: „In normalen Zeiten hilft uns der Sport, jetzt müssen wir dem Sport helfen. Als Senat sorgen wir mit unserem Maßnahmenpaket dafür, dass der Hamburger Sport die finanzielle Unterstützung bekommt, die er braucht, um gut durch die Krise zu kommen. Mit den direkten, nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen der Soforthilfe unterstützen wir neben gemeinnützigen Organisationen im Bereich des Sports auch Solo-Selbstständige, wie etwa freie Trainerinnen und Trainer. Darüber hinaus haben wir einen auf die direkten Belange des Sports zugeschnittenen Förderkredit bei der IFB geschaffen, von dem neben Vereinen und Verbänden auch Organisatoren von Sportveranstaltungen und als Wirtschaftsbetrieb ausgegliederte Lizenzspielerabteilungen gleichermaßen profitieren. Denn sie alle werden auch in Zukunft gebraucht. Unser schnelles und entschlossenes Handeln schafft die Voraussetzungen, damit wir nach Ende der Maßnahmen wie bisher über einen leistungsstarken Sportbetrieb verfügen. Dafür danke ich allen Beteiligten ausdrücklich.“

    Erst ab Ende dieser Woche – nach Zustimmung der Bürgerschaft zur Erhöhung des Kreditrahmens für die Garantie von 400 Mio. Euro – geht die gezielte und erhebliche Ausweitung der Darlehensprogramme der IFB Schritt für Schritt an den Start: Für Kulturinstitutionen (IFB-Förderkredit Kultur) und Sportvereine – einschließlich solcher mit gesondert organisiertem Profibereich und Organisatoren von Sportveranstaltungen – (IFB-Förderkredit Sport) wird die IFB ein neues Fördermodul auch für dringend notwendige Betriebsmittel ausweisen. Der Kreditrahmen soll jeweils in der Regel bis zu 150.000 Euro betragen. Hinzu kommt als neues Förderinstrument der HamburgKredit-Liquidität (HKL), der zielgerichtet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Kreditvolumen von je bis zu 250.000 Euro ausstatten. Der Umfang der zu erhöhten Garantie in Höhe von 400 Mio. Euro für die IFB soll sich wie folgt auf die Volumina der einzelnen Darlehensprogramme verteilen:

    IFB-Förderkredit Kultur (Modul Corona):       50 Mio. Euro

    IFB-Förderkredit Sport (Modul Corona):       50 Mio. Euro

    Hamburg Kredit Liquidität (HKL):                   300 Mio. Euro

    Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit der fast verdoppelten Kreditermächtigung für unsere Förderbank IFB machen wir deutlich, dass wir den Schulterschluss zwischen Stadt und Finanzwirtschaft ganz praktisch durch eine Ausweitung der Kreditangebote unterstützen. Der Liquiditätskredit wird gerade für die etwas größeren Unternehmen aus dem KMU-Bereich interessant sein. Aufgrund der dringenden Bedarfe im Bereich Sport und Kultur wollen wir mit den beiden Fördermodulen für diese Bereiche so schnell wie möglich startklar sein.“

    Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Der IFB-Förderkredit Kultur wird künftig nicht nur Investitionen, sondern auch Betriebsmittel abdecken können. Damit können wir Kulturbetrieben jetzt schnell und zusätzlich zu den Soforthilfen dringend benötigte Liquiditätshilfen geben. Das ist eine wichtige Unterstützung für all diejenigen, die ganz wesentlich das Kulturleben in unserer Stadt prägen. Dies ist auch ein klares Bekenntnis für die Kulturstadt Hamburg.“

     

     


     

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