Samstag, 24. Oktober 2020
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    Start Hamburger Tagesjournal Hamburger Vorschläge kommen heute, Schlechter demokratischer Stil der Stadt

    Hamburger Vorschläge kommen heute, Schlechter demokratischer Stil der Stadt

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    Guten Morgen: Lange Bälle beim Tennis und Golf gehen wieder im Norden. *

    Θ HAMBURG

    Neue Corona-Verfügung: Nach einer Senatsbesprechung am Freitag wird Bürgermeister Peter Tschentscher am Nachmittag bekannt geben, wie die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Fortsetzung des Kontaktverbotes bei gleichzeitigen leichten Lockerungen in Hamburg umgesetzt werden sollen. Da haben die Länder durchaus Spielraum. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther überraschte schon am Donnerstag als er in Aussicht stellte, dass Hamburger möglicherweise bald wieder in ihre Reetdachkaten auf Sylt zurückkehren dürfen, um dort auch wieder Golf und Tennis spielen zu können. Die Zulassung des Tagestourismus habe man ebenfalls auf der Zeitachse im Auge; genau wie die Genehmigung von Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern. Bislang gibt es indes noch Bußgelder und Ausweisungen, wenn man als Hamburger Kleingruppe zu dritt nach einem unerlaubten Grenzübertritt in Wedel am Hetlinger Elbstrand erwischt wird.
    ndr.de, kn-online.de (Heute schon Kiel), twitter.phoenix_de (Vorgestern noch zerbrechlicher Zustand)

    Der Senat hat die Möglichkeit, individuelle Lösungen zu finden
    So hält etwa Brigitte Engler, Geschäftsführerin des Hamburger City Managements wenig von der 800 qm Grenze für den Einzelhandel.
    welt.de

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    Offizielle und amtliche Informationen zu #CoronaHH: Der Hamburger Senat informiert auf hamburg.de/corona über Maßnahmen, um der Ausbreitung von Corona in Hamburg zu begegnen. Hier finden Sie heute Abend neue Verfügungen samt Lockerungen sowie Infos zu den Bereichen Sport, Kita, Schule, Hochschule, Freizeit, Wirtschaft, Mobilität und vieles weiteres. Diese zentrale Informationsseite bietet viele Antworten auf zahlreiche Fragen in einem FAQ, das laufend aktualisiert und erweitert wird. In sozialen Netzwerken wird der Hashtag #CoronaHH verwendet.
    hamburg.de/corona

    Ein bisschen Kita: Sozialsenatorin Melanie Leonhard hat skizziert, wie sie sich Wiederbelebung der Erziehung in Kindertagesstätten vorstellt. So sollen zuerst die Kinder von Alleinerziehenden den Notfalldienst zusätzlich nutzen dürfen. Danach würde Leonhard es begrüßen, wenn Kinder im Vorschulalter Unterstützung vor der Schulzeit erhalten, bevor dann die Lütten mit besonderem Förderungsbedarf wieder betreut werden sollen. Schneller müssten aber Konzepte für die Wiedereröffnung der Spielplätze entwickelt werden. Wenn das für Frisiersalons möglich sei, könne das auch bei den Orten der Kinderfreude klappen, mahnte Leonhard sich selber trocken an. Zu dieser Einschränkung des Lebens mit Kindern erhalte die Sozialbehörde die meisten Klagen.
    welt.de, mopo.de, taz.de

    Hamburg geht einen wichtigen Schritt für Alleinerziehende. Sie sollen auch die Kita-Notbetreuung in Anspruch nehmen können Danke @melanieleonhard auch für den Impuls, dass wir diskutieren müssen, wie wir Spielplätze wieder öffnen können!
    Die Grünen-Landesvorsitzende Anna Gallina hat auch wieder normalen Puls.
    twitter.AnnaGallinaHH

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    Bis in den Spätsommer und vielleicht noch darüber hinaus auf analoge Veranstaltungen zu verzichten trifft uns hart„, so M-POINT Gründer Thomas Götzinger, „denn mit großer Freude organisieren wir für unsere Mitglieder Begegnungen in den unterschiedlichsten Formaten. Diese dienen dem Kontaktaufbau und der Geschäftsanbahnung!“. Aber Jammern nutzt ja nix, trotzdem hier eine eine kleine Reminiszenz an Vergangenes, schön in Szene gesetzt von Sven Lüdeke mit hertzausgold! Dafür bietet das Unternehmernetzwerk seinen über 1.000 Mitgliedern jetzt mehrmals wöchentlich digitale Zoom-Calls für den informativen Austausch und lädt sich dazu auch regelmäßige prominente Gäste ein. Anmeldungen zu diesen spannenden, digitalen Treffen nach einfacher Registrierung auf dem PORTAL.

    Honorare straffen, nicht streichen: Die Funke-Gruppe wehrt sich gegen Behauptungen des Betriebsrates, dass beim Abendblatt aus Kostengründen keine freien Autoren mehr eingesetzt werden sollen. Es sei auch nicht zutreffend, dass es beim Vermarkter „Mediahafen Hamburg“ Entlassungen geben soll. Richtig sei, dass man das Anzeigenblatt „Heimat Echo“ eingestellt habe, aber sich immens viele Gedanken mache, ob es nicht doch weitergehen könne. Für den Erhalt der Zeitung, die unter dem Verlust von Anzeigen leidet, hatten sich SPD-Senator Andreas Dressel, CDU-Bundestagsabgeordneter Christoph Ploß und weitere einflussreiche Hamburger im Nordosten stark gemacht.
    meedia.de, turi2.de, ndr.de

    Ganz umsonst wird das für niemanden sein.
    Senator Andreas Dressel setzt sich dafür ein, dass sich relevante Lokalmedien auskömmlich finanzieren können.
    ndr.de

    Anzeige – Podcast „FIRMENHILFE KriseChace“ #19 – Für alle Fälle: Warum Selbstständige und Kleinunternehmen über Insolvenz Bescheid wissen sollten firmenhilfe.org
    Hamburgs Bürger lieben Bürgermeister: Mopo ermittelt 90 Prozent Zustimmung für Wirken von Peter Tschentscher mopo.de
    Ehrbarer Kaufmann: Verein will privatwirtschaftliche Solidarität in der Hamburger Wirtschaft fördern abendblatt.de
    Schärfere Kontrollen: Soforthilfeanträge werden nach Betrugsvorfall genauer gecheckt ndr.de
    Kliniken entspannt: Zahl der Corona-Patienten auf üppig vorhandenen Hamburger Intensivbetten stagniert welt.de
    Max Ebert war wohl ein wichtiger Prähistoriker, aber nicht Namensgeber der Max-Brauer-Allee. Sorry dafür wikipedia.org
    – Aktion –
    „Rehavital ist eine Verbundgruppe“ Detlef Möller, Geschäftsführer des „Sanitätshaus Stolle“ im Gespräch mit mopo.de, guteleudefabrik.de

    Wetter heute: Sonnig bei Temperaturen zwischen drei und siebzehn Grad.
    wetter.net

    Θ ZAHLEN DES TAGES

    In sieben oder 14 Tagen soll es nun endlich mit den Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD und den Grünen losgehen, wie die SPD-Landesvorsitzende Melanie Leonhard mitteilte. Die SPD hatte bei der Bürgerschaftswahl 39,2 Prozent der Stimmen erhalten; die Grünen 24,2 Prozent. Aus dem Ergebnis leiten die Grünen den Anspruch auf zwei neue Senatsposten ab. Welche das sein werden, sollen die Verhandlungen zeigen, die auch in Coronazeiten zumeist persönlich geführt werden müssten. Bei etwa 20 Beteiligten mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern bedarf es dafür eines etwa 50 Quadratmeter großen Raumes. Der sollte sich finden lassen.
    abendblatt.de

    Mit den Zwillingen auf dem Spielplatz sein, meine ganze Family, ins Schwimmbad gehen, nach Schleswig-Holstein fahren & unseren Italiener um die Ecke. #wasichvermisse
    Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank seufzt ihren Wunsch an einen Koalitionsvertrag heraus.
    twitter.fegebanks

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Deutschland stellt sich hinter WHO: Kanzlerin Angela Merkel hat sich nach der Kritik von US-Präsident Donald Trump an der WHO klar hinter die Weltgesundheitsorganisation gestellt. Bei einer von Trump einberufenen Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs betonte Merkel, dass die Pandemie nur mit einer starken und koordinierten internationalen Antwort besiegt werden könne. Hierfür sprach sie der WHO ihre volle Unterstützung aus. Außenminister Heiko Maas sagte, die WHO bleibe das Rückgrat der internationalen Pandemiebekämpfung. Es mache gerade jetzt überhaupt keinen Sinn, die WHO, ihre Funktionsfähigkeit oder ihre Bedeutung in Frage zu stellen.
    tagesspiegel.de

    Erste geflüchtete Kinder kommen nach Deutschland: Die ersten nach Deutschland kommenden geflüchteten Kinder aus griechischen Lagern werden im Landkreis Osnabrück aufgenommen. Berichten zufolge handelt es sich um bis zu 58 unbegleitete Minderjährige, die am Samstag am Flughafen Hannover erwartet werden. Auf dem blockierten deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ vor Sizilien verzweifeln die Migranten nach Angaben der Hilfsorganisation „Sea-Eye“ zunehmend. Ein Mann habe versucht, sich das Leben zu nehmen. Ein weiterer habe sich selbst verletzt. Die italienische Küstenwache habe deshalb drei von insgesamt 149 Flüchtlingen in Sicherheit gebracht. Die anderen Flüchtlinge sollen diesen Freitag auf einem italienischen Schiff in Quarantäne kommen.
    zeit.de, spiegel.de

    BILD gegen China: Der Boulevard thematisiert, dass Corona aus chinesischen Labors entstammen könnte bild.de
    Kabinett: Bundesweite Standards für Corona-Schutz am Arbeitsplatz zeit.de
    Lieferketten: Regierung spannt Schutzschirm für Warenverkehr rnd.de
    Bildung: Kultusminister wollen bei Schulöffnung einheitlich vorgehen stern.de
    Privatsphäre: Corona-Apps sollen grenzüberschreitend funktionieren rnd.de

    Θ STADT & LEBEN

    Läuft bei der Hamburg Commercial Bank: Die ehemalige Landesbank, die vor Corona die Hamburger Haushaltsmilliarden verbraucht hatte, sieht sich nun auf einem guten Weg. Man habe keine Corona-Kreditausfälle und wolle sich schlank für die Zukunft aufstellen, um für passive und aktive Aktionen in der Zukunft attraktiv zu sein. Aktiv soll der HCOB-Run, vormals HSH Nordbank Run, nun am 24. Oktober stattfinden. Der vier Kilometer lange Lauf durch die HafenCity erfreut seit langem die Hamburger Firmen, die mit knapp 20.000 Teilnehmern in 640 Teams gemeldet sind. Ein Teil der Erlöse geht an die Abendblatt Stiftung „Kinder helfen Kindern“.
    welt.de (Bank), hcob-run.de (Lauf)

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    Innovation Trends nach Corona: Die Lunchbreak Session der Hamburg Media School am 21. April ist eine Kombination aus Webinar und agilem Workshop auf einem virtuellen Whiteboard. Wir gehen der Frage nach, welche Innovation Trends uns in der Zeit nach Corona begleiten werden. Hierzu stellen wir Euch die aus unserer Sicht besten Cases aus den Technologien VR, AR, KI und Voice vor:. Im anschließenden Workshop sammeln wir Eure Insights auf einem virtuellen PostIts und diskutieren Eure Fragen und Ideen. Das Format ist sehr viel intimer und persönlicher, als etwa ein Webinar. Die Teilnehmer lernen nebenbei die remote Moderation am virtuellen Whiteboard für eigene Meetings. Mehr Informationen: hamburgmediaschool.com

    – Aktion –
    HAMBURG BRINGT’S: Auf unserer Übersichtsseite Hamburg bringt’s findet ihr während der Corona-Zeit neben Shops und Restaurants jetzt auch Hamburger Freizeit- oder Sportanbieter. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Runde Yoga zu Hause oder einem Gutschein für eine der besonderen Attraktionen in Hamburg? Mit dabei sind zum Beispiel die Panik City, das Jump House, das Museum der Illusionen oder Escape Rooms. Wenn ihr selbst einen Shop, ein Restaurant oder ein Freizeitunternehmen habt, könnt ihr euch auch weiterhin bei Hamburg bringt’s anmelden. Alle Infos hamburg.de

    „Kulturona“ live von der Reeperbahn: Gastgeber Yared Dibaba erwartet auch heute Abend im UWE auf der Reeperbahn Kulturschaffende, Kreative und Künstler aller Sparten. Sie treten entweder auf der Bühne auf oder werden per Videochat zugeschaltet. Zuletzt gaben sich Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und der Schauspieler Jonas Nowack die Ehre. Wer heute da sein wird? Lassen Sie sich überraschen!
    hamburg.de

    Θ FOFFTEIN

    – Meinung –
    Schlechtes Zeichen: Die Coronakrise beeinträchtigt die demokratischen Rechte, sich zu versammeln und zu artikulieren. Das kann man gutheißen, um sich möglichst gesund, schnell und professionell durch die schwierigen Zeiten regieren zu lassen. Bedenklich ist indes was am Donnerstag passiert ist. Dort hatten sich, nach eigenen Angaben Verwaltungsrechtler, erfolgreich bemüht, erstmals in Coronazeiten eine Demonstration in der derzeit menschenleeren Innenstadt vom Hamburger Verwaltungsgericht genehmigen zu lassen, mit ausreichend Abstand und Mundschutz. Dagegen legte die Stadt ein Veto ein, denn die Versammlung würde den Bannkreis des Rathauses verletzen. Dieser Argumentation stimmte das Oberverwaltungsgericht denn auch zu. Vor Tagen hatte Innensenator Andy Grote einen respektvolleren Umgang mit der Symbolik der Grundrechte in Aussicht gestellt. Hat nicht geklappt. Schade drum.
    welt.de, mopo.de, bundesverfassungsgericht.de

    Der Demo-Traum in Coronazeiten währt nur kurz
    Die Welt kommentiert den demokratiebedenklichen Vorgang derweil gewohnt lakonisch und sich nicht ereifernd.
    welt.de

    Heute vor fünfzig Jahren plumpste die Besatzungskapsel der US-Apollo-Mond-Mission 13 sicher ins Meer, die zuvor „Houston, wir haben ein Problem“ gemeldet hatte. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.

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