Dienstag, 20. Oktober 2020
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    Großeltern zum Ausleihen

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    Eine Familie wünschen sich viele. Doch was, wenn es einfach nicht geklappt hat oder die eigenen Kinder nicht in der Nähe leben? Wer sich trotzdem gerne um Enkel kümmern möchte, kann meist ehrenamtlich Leihoma oder Leihopa werden. Wir verraten Ihnen, wie das geht!

    Senioren haben häufig mehr freie Zeit zur Verfügung, als Berufstätige. Zeit, die viele mit der Familie verbringen und sich um ihre Töchter, Söhne und Enkelkinder kümmern. Doch nicht alle Familienmitglieder leben immer in der Nähe, manchmal liegen hunderte Kilometer dazwischen. Nicht immer haben Senioren automatisch eigene Nachkommen. Selbst wenn – nicht alle älteren Leute mit Kindern sind Oma und Opa. Doch nur, weil es keine leiblichen Nachfahren gibt, muss das noch lange nicht heißen, dass niemand sich über Unterstützung und Kinderbetreuung freut. Verändern Sie einmal Ihren Blickwinkel! Nicht nur Großeltern haben ihre Familien des öfteren nicht in der nahen Umgebung, auch jungen Familien fehlen die Großmütter und Großväter im direkten Umfeld. Und hier kommen Sie ins Spiel: Wer trotzdem auf Kinder aufpassen möchte, hat die Möglichkeit, sich für eine Leihgroßelternschaft zu bewerben. Diverse Organisationen, wie das Deutsche Rote Kreuz oder die Arbeiterbotschaft, bieten Vermittlungen an. Ein Mindest- oder Höchstalter gibt es in der Regel nicht, vorausgesetzt wird allerdings ein einwandfreies, erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Wichtig ist, dass die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt, denn Vertrauen spielt eine große Rolle. Ob Klein- oder Schulkind, je nach Interessen werden Konstellationen zusammengestellt, die sich anfangs für gewöhnlich zwei bis vier Stunden die Woche zusammenfinden. Puzzlen, Vorlesen, gemeinsam Essen, Abholen und Spielen sind nur einige Aktivitäten, die viele Leihgroßeltern meist ehrenamtlich übernehmen können. Anfang des Jahres berichtete Stern TV von einer Patenschaft, bei der das Verhältnis der Familien so gut wurde, dass ein Geschwisterpaar sogar regelmäßig bei ihren Großeltern auf Zeit übernachtete. Familienpatenschaften sind von hoher Wichtigkeit, von denen mehrere Seiten profitieren. In den ersten Lebensjahren werden Kinder von ihrer Umgebung mehr geprägt, als in allen späteren Lebensjahren gemeinsam. Mit wem sie ihre Zeit verbringen, hat also einen besonderen Wert und wirkt sich stark auf die weitere Entwicklung aus. Oft wird Unterstützung von der eigenen Verwandtschaft aus unterschiedlichen Gründen sehr vermisst. Während Elternteile durch (Leih-) Großeltern entlastet werden können, erfreuen diese sich wiederum an einer sozialen Aufgabe und können ihre Lebenserfahrung weitergeben. Für gewöhnlich ist ein Ausflug zu den Großeltern immer ein schönes Erlebnis, denn diese sind bekanntlich nicht ganz so streng, wie die eigenen Eltern. Bekommen Sie die Kinder anderer anvertraut, übernehmen Sie allerdings auch Verantwortung und sind zukünftig eventuell eine wichtige Bezugsperson für einen Heranwachsenden, der sie ins Herz schließt.

    Haben Sie also den Wunsch, sich einer bisher unbekannten Familie leihweise anzuschließen, so ist die Leihgroßelternschaft eine hervorragende Möglichkeit. Lernen Sie sowohl Eltern, als auch Kinder familiär näher kennen und übernehmen Sie Aufgaben, finden Sie Anschluss und Erfüllung. Auch international werden Granny Au Pairs gesucht. Es gibt viel zu wenig ehrenamtliche Kinderpatinnen und -paten. Informieren Sie sich zum Beispiel auf www.betreut.de oder www.drk.de.

    Niemand muss alleine sein.


     

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