Sonntag, 20. September 2020
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    Eingeschränkter Regelbetrieb: Alle Kinder kehren in Hamburgs Kitas zurück

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    Ab dem 18. Juni können wieder alle Kinder, unabhängig vom Alter oder ihrer Gruppe, in Hamburgs Kitas betreut werden. Um eine sichere Betreuung für alle Kinder zu ermöglichen, kann dabei eine eingeschränkte Betreuungszeit vereinbart werden. Mindestens 20 Stunden an drei Tagen werden verlässlich für jedes Kind angeboten. Elternbeiträge entfallen zunächst weiterhin.

    Familiensenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Viele Kinder mussten seit März darauf verzichten, dass sie in den Kitas spielen, toben und lernen können. Für Eltern bedeutete die Betreuung zu Hause oft eine nervenzehrende Mehrfachbelastung. Die Einschränkungen im Kita-Betrieb dienten dazu, Kontakte so weit als möglich zu reduzieren. Aktuell ist das Infektionsgeschehen in Hamburg auf einem beherrschbaren Niveau. Ich bin froh, dass wir daher früher als vorgesehen wieder alle Kinder in den Kitas begrüßen können!“

    Gut die Hälfte der Kinder war in der vergangenen Woche bereits in der erweiterten Notbetreuung. Insgesamt ist in Hamburg gegenwärtig nur eine geringe Anzahl von Kindern an Covid-19 erkrankt; weiterhin gab es bislang kein aktiven Infektionsgeschehens in Kindertageseinrichtungen.

    Der ab kommender Woche geplante eingeschränkte Regelbetrieb bedeutet, dass die Betreuungsdauer gegebenenfalls noch flexibel angepasst werden muss, damit die Hygienemaßnehmen und Schutzvorkehrungen umgesetzt werden können und Einrichtungen den Betrieb an die personellen Möglichkeiten anpassen können. Sofern nicht die übliche Betreuung gewährleistet werden kann, treffen die Kitas mit den Eltern hierzu eine einvernehmliche Vereinbarung. Dazu hat die Behörde ein Schreiben an die Kita-Betreiber sowie an die Eltern gerichtet. Mit dieser Vorstufe vor der Wiederherstellung der normalen Betreuung werden die Erfahrungen der schrittweisen Öffnung und die Anliegen von Eltern und Beschäftigten einbezogen. Planungssicherheit für die Eltern wird durch eine Mindestbetreuung von 20 Stunden an drei Tagen gewährleistet.

    Familiensenatorin Dr. Melanie Leonhard: ‚Wir haben von Woche zu Woche sehr gründlich abgewogen, welche Einschränkungen weiterhin nötig und welche Lockerungen möglich sind. Die Rechte von Kindern, die Interessen der Eltern und der Schutz der Fachkräfte und der Gesundheit aller müssen bei den Entscheidungen in Einklang kommen. Die Erfahrungen aus der Praxis der vergangenen Wochen zeigen uns, dass sich kein Infektionsgeschehen in den Kitas entwickelt hat. Deswegen können wir mit ausreichender Sicherheit ermöglichen, dass endlich wieder alle Kinder in die Kitas gehen, denn die Einrichtungen haben sich auf einen veränderten Alltag gut und professionell eingestellt. Dennoch: Das Virus ist nicht verschwunden, und es ist weiter Umsicht und auch etwas Rücksicht von allen gefordert.“

    Jens Stappenbeck, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e. V., dazu: „Wir freuen uns, in den Kitas wieder alle Kinder im eingeschränkten Regelbetrieb begrüßen zu können. Das bedeutet aber auch, dass Eltern nicht das volle Programm und noch nicht wieder den vollen Umfang von den Kitas erwarten können. Fehlendes Personal in Risikogruppen und umfangreiche Hygieneanforderungen führen zu notwendigen Einschränkungen.“

    Kita-Notbetreuung während Corona: Ab dem 16. März stand nur eine Notbetreuung zur Verfügung, die seit dem 22. April bereits auf Alleinerziehende ausgeweitet wurde. Ab dem 18. Mai waren die 5- und 6- jährigen Kinder wieder in die Kitas zurückgekehrt, ab dem 4. Juni auch die Viereinhalbjährigen und Geschwisterkinder bereits betreuter Kinder. Hamburg folgte damit dem gemeinsamen Rahmen, den die Familienminister der Länder vereinbart hatten (den gibt es HIER ONLINE). Während dieser Schritte wurde die Situation in den Kitas eng begleitet; Erfahrungen aus der Praxis wurden bei den Entscheidungen berücksichtigt und Anpassungen umgesetzt, etwa hinsichtlich der Hygiene- und Schutzmaßnahmen, des Einsatz der Beschäftigten und der die organisatorische Gestaltung der Betreuungsangebote.

    Für Beschäftigte in den Einrichtungen steht eine Möglichkeit zur Testung zur Verfügung, deren Kosten die Stadt übernimmt.

    Weitere wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich der Auswirkungen von Covid-19 auf Kinder und Jugendliche werden durch eine bundesweite Studie erwartet, die vom Robert-Koch-Institut gemeinsam mit dem Deutschen Jugendinstitut durchgeführt wird.

    Der Zeitpunkt für die vollständige Aufnahme des Regelbetriebs wird in Abhängigkeit vom weiteren Infektionsgeschehen und der pandemischen Situation bewertet und steht noch nicht fest. Käme es zu akuten Infektionsfällen in Kitas, greift das übliche Verfahren der Kontaktverfolgung durch das zuständige Gesundheitsamt, das im gegebenen Fall auch die weiteren Maßnahmen anordnet.

    Um Familien finanziell zu entlasten, kommt die Stadt weiterhin für die Elternanteile zu den Betreuungskosten im Kita-Gutscheinsystem auf. Verlässliche Informationen und alle aktuellen Regelungen zur Inanspruchnahme der Notbetreuung gibte es HIER ONLINE.

     

     


     

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