Dienstag, 27. Oktober 2020
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    Start Hamburger Tagesjournal Hamburg hat einen neuen Senat, Disput über Schulunterricht, Trauer um Eberhard Möbius

    Hamburg hat einen neuen Senat, Disput über Schulunterricht, Trauer um Eberhard Möbius

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    Guten Morgen: Mobilitätswende und Klimaschutz werden Chefsache. *

    Θ HAMBURG

    Präses nimmt die Zügel in die Hand: Nachdem der Erste Bürgermeister und sein rot-grüner Senat von den 123 Bürgerschaftsabgeordneten in der neuen Normalität der Käfighaltung gewählt worden waren, will sich Peter Tschentscher nun weiter um die Bekämpfung der Folgen der Corona-Krise kümmern und die Senatskommission für Mobilität und Klimaschutz leiten. Das sind eigentlich Grünen-Ressorts, die dem neuen Verkehrssenator Anjes Tjarks und dem langjährigen Umweltsenator Jens Kerstan zugeordnet sind, aber Tschentscher will sich hier persönlich auch in der Sache einbringen. Schließlich dürfe die Wirtschaft nicht darunter leiden. Das will künftig auch Staatsrat Andreas Rieckhof verhindern, der von der Verkehrs- in die Wirtschaftsbehörde wechselt. Dafür muss Vorgänger Torsten Sevecke seinen Posten räumen.
    hamburg.de, welt.de (Senat), ndr.de, facebook.TschenPe (Aufgaben), twitter.ADressel (Käfighaltung), facebook.AndreasRieckhof, abendblatt.de (Staatsräte)

    Ich möchte als Bürgermeister nicht nur verantwortlich sein, sondern ich möchte auch dafür sorgen, dass in diesen beiden Zukunftsfeldern alle Behörden an einem Strang ziehen, damit es auch gelingt.
    Kontrolle ist besser, sagt sich auch Bürgermeister Peter Tschentscher.
    ndr.de

    Es ist aber doch mehr als peinlich, dass er und seine SPD es wieder nicht schaffen, endlich Parité herzustellen.
    Die Linken und die eine FDP kritisieren die geschlechtliche Besetzung des Senats. Die CDU hadert mit der Abschaffung der Gesundheitsbehörde. Die AfD macht es sich auch nicht leicht.
    ndr.de, facebook.vTreuenfels

    Schulbehörde streitet mit Lehrern: Der neu bestätigte Senator Ties Rabe möchte sogenannte „Lernferien“ einrichten. Damit soll SchülerInnen, die in der Fernbeschulung der Corona-Zeit zu kurz gekommen sind, in den letzten beiden Wochen der Sommerferien ein analoges Präsenzangebot der Bildung ermöglicht werden. Die Elternvertreter begrüßen den Vorschlag, während sich Lehrervertreter über die Initiative beschweren. Jedenfalls basiert alles auf Freiwilligkeit. Wer Pädagogick richtig schreiben kann und sich schnelles Geld mit Unterrichten verdienen will, darf sich an die Schulen wenden. Die Behörde zahlt. Am Freitag wollen dann die Kultusminister weiter beschließen, dass nach den Ferien wieder ganz normaler Unterricht ohne Kontaktsperren möglich sein soll. Das soll etwa ein Drittel der Lehrer, ob diverser Gründe wie etwa Vorerkrankung oder Alter, ablehnen. ErzieherInnen in Kitas sind da deutlich schmerzbefreiter zur Arbeit am Nachwuchs bereit.
    hamburg1.de, abendblatt.de, sueddeutsche.de, spiegel.de

    Schulen sollen nach den Sommerferien wieder im Regelbetrieb öffnen. Die Abstandsregeln sollten nicht mehr eingehalten werden
    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, forciert den Weg zur alten Normalität.
    spiegel.de

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    Lob für die Mopo: Das Blatt hat am Mittwoch eine vielbeachtete Titelseite produziert, auf der Sprüche wie
    „Die AfD ist staatszersetzend“ zu lesen waren. Hintergrund war ein Gerichtsurteil, das es dem Bundesinnenministerium nicht gestattete, diese Aussagen auf dessen Homepage zu veröffentlichen. Auf der Mopo-Titelseite sei dies indes erlaubt, nahm sich die Zeitung die Freiheit. Das gefiel auch Innensenator Andy Grote, der sich wie weitere Genossen mit der Mopo in der Hand fotografieren ließ. Grote wird nicht müde, auf die Gefahren durch die Rechtspopulisten hinzuweisen, die nun prüfen, ob sie ihn für solche Aussagen verklagen können.
    facebook.hamburgermorgenpost (Titel), ndr.de, twitter.AndyGrote, abendblatt.de (Grote)

    Airbus streicht Arbeit: Erstmal verlieren 1.100 Leiharbeiter, davon 600 in Hamburg, ihren Job abendblatt.de
    Bei Ebbe: Größtes Containerschiff der Welt schert sich beim Auslaufen nicht um Kontaktverbot zum Grund der Elbe imago-images.de
    Bewältigung der Corona-Krise: Ausschuss der Bürgerschaft tagt am Donnerstag hamburgische-buergerschaft.de
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    Hamburger Institution kommt erstmal nicht wieder: Fischmarkt findet keinen Hygieneweg aus der Krise abendblatt.de/print

    Wetter heute: Regnerisch bei maximal 18 Grad.
    wetter.net

    Θ ZAHL DES TAGES

    994 Einkommensmillionäre gab es 2019 in Hamburg, wie eine Kleine Anfrage der Linken ergab. Das ist eine Steigerung von 46 Prozent gegenüber 2015 als lediglich 677 Gutverdiener gezählt worden waren. Die Bemessungsgrundlage des Einkommens liegt indes deutlich niedriger als vermutet werden könnte. Es bedarf lediglich 500.000 Euro Einnahmen aus Arbeit oder aus Vermögen. Der Begriff stammt noch aus D-Mark-Zeiten. Die Linke moniert die absolute Zunahme der Zahl Gutverdienender bei nicht abnehmender Armut in der Stadt, sowie die ungerechte relative Verteilung von Reich und Arm über die Stadt.
    ndr.de, abendblatt.debuergerschaft-hh.de

    -Gastbeitrag –
    Bietet der DAX dem Sparer Orientierung für zukunftsorientiertes Anlegen? Sicher, wenn sich ein Anleger an einem Index orientiert, kann dies Vorteile haben. Üblicherweise wird dann die Anlage über einen kostengünstigen ETF erfolgen. Auch das die in dem DAX enthaltenen Aktien sich nach der Marktkapitalisierung richten, verspricht eine gewisse Aktualität der Markteinschätzung. Man kauft also, das was viele Anleger für gut empfinden. Nur stellt sich die Frage, ob Anleger dabei gerade jetzt in der Corona-Krise berücksichtigen, dass der Erfolg eines Unternehmens auch von deren künftigen Produktivität abhängt. Und das scheint aktuell beim DAX nicht vollumfänglich der Fall. Mehr dazu in der FINANZENLOUNGE
    Autor: Dipl.-Volkswirt Wolfgang Gierls, Geschäftsführer FORAIM Hamburg foraim.de

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Viel Beifall für Grundgesetz ohne „Rasse“: Die Grünen-Forderung nach Streichung des Begriffs „Rasse“ aus dem Grundgesetz ist in der Koalition auf Zustimmung gestoßen. Neben FDP und Linken sprach sich auch SPD-Vize Serpil Midyatli dafür aus: Dieser veraltete Begriff habe im Grundgesetz nichts zu suchen und müsse aus Artikel 3 gestrichen werden. FDP-Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann schrieb auf Twitter, das Grundgesetz verbiete rassistische Diskriminierung – das müsse es auch sprachlich zum Ausdruck bringen. Während die Grünen den Begriff ersatzlos aus dem Grundgesetz streichen wollen, schlug Buschmann vor, ihn durch „ethnische Herkunft“ zu ersetzen. 2010 hatte die Linke für die Formulierung „ethnische, soziale und territoriale Herkunft“ plädiert.
    tagesspiegel.de, tagesschau.de, rnd.de

    Außenminister kritisiert Israels Annexionspläne: Heiko Maas hat bei einem Besuch in Israel die geplante Annexion palästinensischer Gebiete als Rechtsbruch kritisiert, aber auf eine Drohung mit Konsequenzen verzichtet. Er sagte nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Gabi Aschkenasi, die deutsche Regierung sei wie die EU der Ansicht, dass eine Annexion nicht mit internationalem Recht vereinbar wäre. Deutschland werde sich weiter für Verhandlungen mit dem Ziel einer einvernehmlichen Zwei-Staaten-Lösung einsetzen. Auf die Frage nach möglichen Sanktionen gegen Israel sagte Maas, er halte nichts davon, mit Drohungen Politik zu machen.
    tagesspiegel.de

    Schmale Spiele: Corona lässt Olympische Spiele 2021 in Japan einfacher werden faz.net
    Kleintransporter fährt in München in Menschengruppe: Offensichtlich eine Auseinandersetzung polizeibekannter Rockergruppen  tagesspiegel.de
    SPD und Union uneins: Streit über Strafen für Kindesmissbrauch tagesschau.de
    Wasserstoff: Kabinett beschließt nationale Strategie zum Aufbau einer Wasserstoffindustrie zeit.de
    Truppenabzug: US-Regierung bestätigt Überlegungen, die Präsenz der US-Streitkräfte in Deutschland zu reduzieren tagesschau.de
    Fake News: EU geht gegen Online-Desinformation vor zeit.de

    Θ STADT & LEBEN

    In Hamburg sagt man tschüs: Der Theatermacher, Autor und umtriebiger Ideenproduzent Eberhard Möbius ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren verstorben. Am bekanntesten wurde Möbi, wie ihn wohl seine Freunde riefen, seit er 1975 mit „Das Schiff“ schwimmende Kultur auf die Elbe brachte. Das Theaterschiff hatte und hat weiter wenig Plätze, doch dafür zahlreiche Freunde der Kultur. Möbius war etwa eng mit Helmut und Loki Schmidt sowie Henning Voscherau. Möbius hatte einst auch das Alstervergnügen aus der Taufe gehoben, mit dem er eine Bühne für den Nachwuchs und Straßenmusiker schaffen wollte.
    welt.de, abendblatt.de

    Kaum einer konnte mit seinem Tatendrang und seinen immer übersprudelnden Ideen und Plänen mithalten.
    Kultursenator Carsten Brosda verabschiedet sich vom Elan eines Eberhard Möbius.
    welt.de

    Hinweis
    „Einer kommt, alle machen mit – Ein Ständchen für die HelferInnen“: Nach dem Erfolg des Solidaritäts-Nicht-Festivals #KeinerKommt bedankt sich Hamburgs Kultur nun mit einer einzigartigen, bunten Streaming-Live-Show bei den Heldinnen und Helden der Krise und unterstützt somit gleichermaßen Pflegekräfte und Kultureinrichtungen.„Einer kommt, alle machen mit – Ein Ständchen für die HelferInnen“, die Solidaritäts-Show aus der Elbphilharmonie, ist ab dem 18. Juni um 20:22 Uhr im Online Stream zu sehen. Mehr Informationen: einerkommt.de

    Restaurant-Tipp – Stulle in Winterhude: Am Goldbekplatz in einer alten Stahlfabrik hat die dritte Filiale der Public Coffee Roasters eröffnet. Das helle Café lädt mit seinem alten Industrie-Charme und den skandinavischen Möbeln zu einer entspannten Kaffeepause ein. Bei jeder Kaffeekreation wird hier Wert auf eine frische, schonende und individuelle Röstung gelegt. In der Filiale finden sich neben etlichen Kaffees auch Gerichte für den kleinen Hunger auf der Karte, wie z.B. süßes Porridge oder kräftige Brote mit Avocado, Bergkäse und Salami.
    hamburg.de

    48h Wilhelmsburg #fürZuhause – Tom Ende: Dieses Jahr findet das Musik-Festival 48h Wilhelmsburg digital statt und überträgt tolle Live-Acts aus verschiedenen Konzertlocations. Heute spielt die Hamburger Rockband Tom Ende aus der Deichdiele in Wilhelmsburg. Die dreiköpfige Band betrachtet mit deutsch-, englisch- und spanischsprachigen Texten das bewusste und unbewusste Leben und verpackt dies in Alternative, Indie und Post Punk. Das Konzert wird ab 19 Uhr live übertragen.
    hamburg.de

    Θ FOFFTEIN

    #WerWennNichtWir: So lautet der Hashtag einer Initiative des Elbschlosskellers, die in Corona-Zeiten filmisch begleitet wurde. Die Traditionskneipe auf dem Kiez hatte wie alle Gaststätten aufgrund der Pandemie schließen müssen, was den selber von Sorgen geplagten Besitzer Daniel Schmidt nicht hinderte, seine Räumlichkeiten für die Hilfe von noch schwerer betroffenen Bedürftigen, zumeist Obdachlose, zur Verfügung zu stellen. Der Film zur Hilfe steht nun zur Wahl bei der „Kreation des Monats“ des Werber-Branchenmagazins Horizont.
    horizont.net, youtube.com

    Heute wird südlich der Elbe der Feiertag Fronleichnam gefeiert. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

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