Montag, 21. September 2020
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    Tempo 30 auf Hummelsbütteler Landstraße?

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    Gefährlich und zu laut? Eine Initiative fordert, auf der Hummelsbütteler Landstraße Tempo 30 und weitere Sicherheitsvorkehrungen einzuführen.

    Die Initiative „Tempo 30 für die Hummelsbütteler Landstraße« fordert in einer Eingabe an den Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel ein Tempolimit und die Aufnahme der Hummelsbütteler Landstraße in den Lärmaktionsplan. Der Regionalausschuss tagt am Montag, den 15. Juni 2020. Der ADFC unterstützt die Bürger*innen der Initiative.
    Die Hummelsbütteler Landstraße (HuLa), die zwischen Alsterpark und Ring 3 verläuft, gehört zu den lautesten, stark vom Kfz-Verkehr belasteten Straßen Hamburgs. „Wir nehmen die Belastungen für Nerven und Gesundheit und die Beschädigungen an Gebäuden im Erhaltungsgebiet ›Alsterhöhe‹ nicht mehr hin. Wir fordern Grüne und SPD in Hamburg-Nord auf, auch bei uns in der Hula Tempo 30 und Verkehrssicherheit durchzusetzen: Unser Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit muss für uns und unsere Kinder sichergestellt werden!“, sagt Miguel Castro Frenzel, Sprecher der Anwohner*innen-Initiative.
    Um den Straßenlärm zu reduzieren, fordert die Initiative in ihrer Eingabe als Sofortmaßnahme Tempo 30 auf der Hula, außerdem die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen durch Unfallprävention (Blitzer), sichere Straßenquerungen (Zebrastreifen bzw. Bedarfsampeln) sowie sichere, ausreichend breite Radwege. Durch die Reduzierung des Schwerlastverkehrs, besonders von Lkw ab 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht, könnten insbesondere die Erschütterungen in der Hula vermindert werden. Zudem müsse die Stadt Hamburg den Lärmaktionsplan 2013 (Stufe 2) von der Hummelsbütteler Hauptstraße auf die Hummelsbütteler Landstraße ausweiten, fordert die Initiative.
    »Tempo 30 ist ein einfaches und günstiges Mittel für weniger Straßenlärm und mehr Sicherheit«, sagt Wiebke Hansen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. »Die Gesundheit der Menschen zu schützen, muss endlich hohe Priorität in der Verkehrspolitik bekommen«.
    Das Verkehrsaufkommen von über 20.000 Fahrzeugen, häufig mit überhöhter Geschwindigkeit, schädigt mit Abgasen und Lärm von über 85 Dezibel die Gesundheit und Sicherheit aller Anwohner*innen. Die Wände und Böden in den Häusern wackeln bei jedem der über 1200 Lastkraftwagen, die jeden Tag die HuLa passieren. Schwere Unfälle im Verkehr und mit Fußgängern häufen sich. Die Situation für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen auf den unübersichtlichen und engen Gehwegen ist gefährlich und Kinder können nicht gefahrlos auf den Gehweg hinaustreten. Im Gegensatz zur HuLa ist die Richtung Nordosten anschließende Hummelsbütteler Hauptstraße mit dem gleichen Verkehrsaufkommen Teil des Lärmaktionsplans.
    Die offiziellen Anträge der Anwohner*innen auf verkehrsmindernde Maßnahmen bei der Verkehrsdirektion in Hamburg bleiben seit über einem Jahr unbeantwortet. Es gehen keine Bescheide ein. Daher haben die Anwohner*innen Ende 2019 eine Initiative ins Leben gerufen. Die Online-Petition „Tempo 30 für die HuLa“  wird von mehr als 600 Anwohner*innen unterstützt.

    Foto: Miguel Castro Frenzel

     


     

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