Mittwoch, 21. Oktober 2020
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    GOA: Eine Saseler Institution wird 75!

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    Das hatten sich die Macher vom Gymnasium Oberalster sicherlich anders vorgestellt: statt einer großen Jubiläumsfeier zum 75 Geburtstag gibt es nur kleine Aktionen, ohne große Öffentlichkeit. Corona ist schuld, der Festakt verschoben auf 2021. Wir blicken trotzdem schon mal ein wenig in die Geschichte des GOA.

    Das heutige Gymnasium Oberalster begann am 2. Oktober 1945 als „Oberschule für Jungen und Mädchen in Poppenbüttel“ (als Nachfolger der im September 1944 gegründeten „Langemarck-Schule“). Die sehr einfachen Baracken (mit Toiletten auf dem Hof) wurden bis Ende der 1950er Jahre genutzt, erst dann waren am heutigen Standort der Schule, dessen erste Gebäude seit 1953 genutzt wurden, genügend Klassenräume errichtet worden. Erst 1963 erhielt die Schule ihren heutigen Namen als Gymnasium Oberalster – vorher wurde es noch eine Zeitlang „Wissenschaftliche Oberschule in Poppenbüttel (WOB)“ oder „Gymnasium in Poppenbüttel“ genannt.

    1959 wurde noch in Baracken unterrichtet.

    1960, erst drei Jahre später erhielt das GOA seinen heutigen Namen.

    Kaum vorstellbarer Anblick: 1960 stand das GOA noch auf freier Fläche! Fotos: Halvor Jochimsen (Ex-GOAner)

    Die 1950er bis 1970er Jahre waren von einem stürmischen Wachstum der Schule gekennzeichnet, immer wieder mussten in der Nähe weitere Gymnasien „ausgegründet“ werden, wie z.B. das Heinrich-Heine-Gymnasium oder das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium. Seit Anfang der 1980er Jahre stabilisierten sich dann die Schülerzahlen auf das heutige, vierzügige Niveau mit Jahrgangsgrößen von 100 bis 120. Das hat Vorteile: Lehrer und Schüler kennen sich und es gibt einen familiären Umgang miteinander.

    Wie viele Neugründungen nach 1945 richtete sich das GOA neusprachlich und mathematisch-naturwissenschaftlich aus. Hier erwarb sich die Schule einen guten Ruf. Aber auch die Künste kamen nicht zu kurz. Schon in den 1950er Jahren gab es immer wieder ins Alstertal ausstrahlende Musik- und Theaterabende, einmal war sogar Oskar Kokoschka zu einer Kunstausstellung zu Gast in der Schule.

    All diese Veranstaltungen konnten nur in großer Enge und Nähe stattfinden: eine Schulaula fehlte! Die BSB ließ sich über viele Jahre auch nicht erweichen, die Zeit der Schulaulen schien abgelaufen, und immer wieder gab es andere Schulen mit dringenderen Neubauprojekten. 1990 starte eine private Initiative von Eltern, Schülern und Lehrern. Dieser gelang es mithilfe eines großen persönlichen Einsatzes, die von der Behörde verlangten 50% der Baukosten zusammenzubringen – einschließlich von Eigenanteilen, die an Wochenenden geleistet wurden. Als 1998 die heutige Aula eingeweiht wurde, waren seit der Grundsteinlegung 46 Jahre vergangen, die Aula ist seitdem aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken.

    Das GOA heute. Damit das GOA werden konnte, was es ist, war auch private Initiative nötig: etwa bei der Fertigstellung der Aula, die 46Jahre nach Grundsteinlegung des Neubaus erfolgte. Foto: GOA

    In den letzten 20 Jahren setzte die Hamburger Bildungspolitik die Herausforderungen für das GOA: Das Zentralabitur wurde eingeführt, die Schulzeit an den Gymnasien auf 8 Jahre verkürzt und alle Gymnasien entwickelten Betreuungsangebote für den Nachmittag mit Mittagspausen und Essensangeboten. Viele Lehrerinnen und Lehrer, die in den 1970er-Jahren jung und dynamisch an die Schule gekommen waren, gingen in Pension. Es kamen jüngere Kolleginnen und Kollegen und brachten auch neue Ideen und Impulse mit. Schließlich begleitete in der ganzen Zeit die zunehmende Digitalisierung das GOA, die Klassenräume wurden an das schnelle Internet angeschlossen, ein erstes WLAN aufgebaut, Smartboards und andere Geräte installiert. Aber eines hat sich nicht geändert: Die gemeinsame Schulgemeinschaft von Schülern und Lehrern ist lebendig! Dr. Helge Schröder, Geschichtslehrer am GOA

    HIER GIBT ES ONLINE einen schönen Bericht auf der Schulwebsite!

    Aufruf: Sind Sie vor 1963 auf die Vorläufer des GOA gegangen und haben spannende Anekdoten und oder Fotos für uns? Dann bitte an k.wehl@alster-net.de senden.

     

     


     

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