Mittwoch, 21. Oktober 2020
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    Volksdorf: Fischesterben im Lottbeker Teich

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    Niedrigwasser, hohe Wassertemperaturen, Sauerstoffmangel: Im Lottbeker Teich in Volksdorf sind zahlreiche Fische gestorben. Das kann derzeit auch anderen Gewässern passieren!

    Der Lottbeker Teich in Volksdorf, an der Grenze zur Gemeinde Ammersbek, weist derzeit einen extrem niedrigen Wasserstand auf. Während ein überwiegender Teil der größeren Fische lebend von Mitgliedern des Angelvereins Alster e. V. geborgen und in ein anderes Gewässer umgesetzt werden konnte, haben zahlreiche kleinere Fische nicht überlebt. In einer solchen Situation mit Niedrigwasser und relativ hohen Wassertemperaturen führt ein Sauerstoffmangel zum Fischsterben.
    Die toten Fische werden auf Veranlassung des Bezirksamtes Wandsbek durch eine Vertragsfirma der Umweltbehörde abgesammelt.
     
    Beim Lottbeker Teich handelt es sich um einen künstlichen Aufstau des Baches Moorbek beziehungsweise Lottbek, wie er unterhalb des Ablaufbauwerkes genannt wird. Der über feste Bohlen eingestellte Stau erfolgte ursprünglich zur Rückhaltung von Hochwasser und gibt Wasser gedrosselt an die Lottbek ab. Wenn im Einzugsgebiet wie derzeit nur sehr geringe Niederschläge fallen und kein Wasser nachfließt, kann systembedingt kein Wasser aufgestaut werden. Auch der Fischbestand ist in dieser Größenordnung nicht natürlich, sondern aus Besatz hervorgegangen.

    Trauriges Bild: Zahlreiche kleine Fische konnten nicht mehr gerettet werden.

    Schon im Vorfeld der aktuellen Situation hat das Bezirksamt Wandsbek kürzlich einen Planungsauftrag für die Umgestaltung des Ablaufbauwerkes erteilt. Dieser zielt darauf ab, die Hochwasserführung sowie die Gewässerentwicklung im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern.
     
    Mit Fischsterben ist beim derzeitigen Witterungsverlauf auch an anderen Gewässern zu rechnen, weil die nur sporadischen Niederschläge sauerstoffzehrende Schwebstoffe in die Gewässer eintragen, ohne dass das Wasser zur Kühlung und Sauerstoffanreicherung beitragen kann.
    Fotos: Bezirksamt Wandsbek

     


     

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